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Ermittler nehmen Hamelner Führerschein ab / Vorwurf: Fahrerflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs

Zwei Unfälle im Medikamenten-Rausch

HAMELN. Polizeibeamte haben einem 73-Jährigen den Führerschein abgenommen. Der Senior soll unter Medikamenteneinfluss gestanden und innerhalb weniger Stunden zwei Unfälle gebaut haben. Ihm wird Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrerflucht vorgeworfen.

veröffentlicht am 22.03.2018 um 13:40 Uhr
aktualisiert am 22.03.2018 um 17:43 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der Autofahrer war am Mittwoch gegen 14.10 Uhr mit einem Mercedes auf dem Hastenbecker Weg in Richtung Afferde unterwegs. In Höhe der Einmündung Eugen-Reintjes-Straße geriet der Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab und touchierte einen Ampelmast. Zum Glück wurde niemand verletzt. Während der Unfallaufnahme stellten Ermittler der fest, dass der Hamelner unter dem Einfluss von Medikamenten stand. Um die Beeinflussung hinsichtlich der Fahrtüchtigkeit beurteilen zu können, begleitete die Streifenwagen-Besatzung den Mann bis nach Hause. Vor dem Haus des Rentners trafen die Beamten einen Autofahrer, dessen Fahrzeug beschädigt worden war. Nach der Schilderung des Geschädigten sei um die Mittagszeit sein geparkter Audi von einem Pkw angefahren worden. „Der Verursacher ist einfach weitergefahren“, sagte er. Die Polizisten stellten rasch fest, dass es sich bei dem Mercedes des Seniors um das Verursacherfahrzeug handelt. „Eine Überprüfung der eingenommenen Medikamente, auf die der Mann aufgrund einer Krankheit angewiesen ist, ergab, dass die Wirkstoffe eindeutig die Fahrtüchtigkeit beeinflussen und rauschähnliche Zustände verursacht haben“, sagte Hauptkommissar Jens Petersen am Donnerstag. Die genaue Wirkung solle die Analyse eine Blutprobe ergeben, die dem Mercedes-Fahrer entnommen wurde. Der entstandene Schaden wird auf mindestens 7000 Euro geschätzt.

Petersen warnt: „Die Wirkung von Medikamenten wird oftmals unterschätzt. Nicht nur Alkohol und Drogen beeinflussen die Fahrtüchtigkeit eines Menschen, sondern auch bestimmte Wirkstoffe einiger Medikamente.“ Der Kommissar rät: „Lesen sie die Beipackzettel oder lassen Sie sich von ihrem Arzt oder Apotheker beraten.“ Falle ein Autofahrer durch einen Fahrfehler, Unfall oder durch Ausfallerscheinungen auf, die durch Medikamentenbeeinflussung verursacht wurden, erfolgten Ahndungen wie beim Fahren unter Alkohol- oder Drogenbeeinflussung.



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