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Kettenreaktion auf dem Reimerdeskamp / Kollision auf Bahnhofstraße / Kilometerlange Dieselspur

Zwei Unfälle – fünf Verletzte

HAMELN. Bei zwei Verkehrsunfällen in Hameln sind am Mittwoch innerhalb von nur dreieinhalb Stunden fünf Menschen verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert worden. Eine Frau, die über Kopfschmerzen klagte, wurde zwar im Rettungswagen untersucht, sie habe jedoch die Mitfahrt ins Krankenhaus verweigert, hieß es. Notfallsanitäter und Feuerwehrleute fuhren am Nachmittag von einem Einsatz zum anderen.

veröffentlicht am 14.02.2018 um 18:45 Uhr

Kettenreaktion auf dem Reimerdeskamp: Notfallsanitäter der Feuerwehr behandeln die Unfallopfer - zum Teil noch im Wrack. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Zusätzlich behinderte eine kilometerlange Dieselspur den Verkehr. Sie zog sich vom Hastenbecker Weg bis zur Lemkestraße hin. Ein Schulbus habe den Treibstoff verloren, sagte Brandamtmann Eugen Steiger vom Einsatzführungsdienst. Freiwillige Feuerwehrleute unterstützten die hauptamtlichen Kräfte der Hamelner Wachbereitschaft. Die Helfer waren fast drei Stunden damit beschäftigt, die umweltgefährdende Flüssigkeit unschädlich zu machen. Mit einer Kehrmaschine der Stadt Hameln wurde das kontaminierte Bindemittel anschließend von den Straßen gefegt.

Der erste Unfall ereignete sich kurz vor halb eins auf der Bahnhofstraße. Nach Angaben der Polizei war ein mit zwei Personen (63, 88) besetzter VW Polo von der Vizelinstraße nach links auf die Bahnhofstraße abgebogen. Ein Mercedes-Fahrer (68) aus Hameln, der in Richtung Deisterstraße unterwegs war, habe den Wagen offenbar zu spät erkannt. Es krachte. Die 88 Jahre alte Beifahrerin im VW Polo habe Verletzungen erlitten, sagte ein Kommissar der Dewezet. Sie wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Regionalleitstelle schickte Freiwillige der Feuerwehr Hameln zum Unfallort. Die Helfer hätten dort ausgelaufene Scheibenwaschflüssigkeit entfernen müssen, hieß es.

Um 15.45 Uhr kam es auf dem Reimerdeskamp zu einer Kettenreaktion. Drei Autos standen vor einer Fußgängerfurt. Grund: Eine Seniorin überquerte mit ihrem Rollator die Straße. Die Fahrerin (34) eines Nissan Qashqai muss die Fahrzeugschlange nicht gesehen haben. Der schwere Wagen der Hamelnerin prallte gegen das Heck eines VW Passat. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der Volkswagen gegen einen Audi A 3 und dieser gegen einen BMW geschoben wurde. Rettungskräfte der Feuerwehr kümmerten sich um die Verletzten. Für die BMW-Fahrerin (35) aus Porta Westfalica wurde später noch ein Notarzt angefordert. Zwei Mädchen (10, 12), die ebenfalls in der Limousine gesessen hatten, wurden derweil von Feuerwehrleuten im Hilfeleistungstanklöschfahrzeug betreut – sie sollen zum Glück mit dem Schrecken davongekommen sein. Eine 46 Jahre alte Hamelnerin musste mit einem Rettungswagen nach Hannover zum Nordstadt-Krankenhaus gefahren werden. Sie habe Glassplitter ihrer Brille ins linke Auge bekommen, sagte ein Ermittler. Der Audi-Fahrer (19) klagte über Schmerzen. Um ihn kümmerte sich ein Rettungsteam des Roten Kreuzes. Auch er wurde ins Klinikum gebracht. Die mutmaßliche Verursacherin sei im Rettungswagen untersucht worden. „Sie wollte jedoch nicht ins Krankenhaus gebracht werden“, hieß es. Der Reimerdeskamp war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten bis 17.18 Uhr voll gesperrt.

Spurensicherung: Ermittler bei der Arbeit. Foto: ube
  • Spurensicherung: Ermittler bei der Arbeit. Foto: ube

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