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Was geschah am Berliner Platz? / Zweiter Tatort in Rohrsen / Mann verletzt Frau mit Messer am Hals

Zwei Gewalttaten in Hameln – ein Opfer in Lebensgefahr

HAMELN. In Hameln haben sich am frühen Neujahrsmorgen zwei Gewalttaten ereignet. Ein 36 Jahre alter Mann aus der Stadt Lage wurde gegen 3.15 Uhr am Berliner Platz/Ecke Gertrudenstraße gefunden – dem tunesischen Staatsbürger seien schwerste Verletzungen zugefügt worden, sagte Kriminalhauptkommissar Markus Schwarz, der derzeit das unter anderem für Mord und Totschlag zuständige 1. Fachkommissariat der Zentralen Kriminaldienstes leitet.

veröffentlicht am 01.01.2019 um 13:24 Uhr
aktualisiert am 10.01.2019 um 14:59 Uhr

Der Tatort in Hameln: Am Berliner Platz/Ecke Gertrudenstraße wurde der tunesische Staatsbürger lebensgefährlich verletzt. Die Ermittler des für Mord und Totschlag zuständigen Fachkommissariats bitten um Hinweise aus der Bevölkerung. Telefon: 05151/93
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Das Verbrechensopfer habe lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten, es sei von einem Notarztteam behandelt und nach Hannover zur Medizinischen Hochschule gebracht worden. Vermutet wurde am Tatort, dass der 36-Jährige auch Hirnblutungen erlitten hat. Ob sich der Verdacht bestätigt hat, ist unbekannt. Ein weiterer Fall beschäftigt die Ermittler. In einer Wohnung an der Rohrser Warte soll ein Hamelner (33) kurz vor 2 Uhr morgens eine 52 Jahre alte Frau mit einem Messer attackiert und verletzt haben. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge soll der Tatverdächtige dem Opfer die Klinge an den Hals gesetzt haben. Dabei erlitt die Attackierte eine Schnittwunde. Sie konnte sich offenbar befreien und ins Freie flüchten. Der 33-Jährige soll sie verfolgt, eingeholt, geschlagen und gewürgt haben, sagte Markus Schwarz auf Nachfrage. Der Tatverdächtiger und das Kriminalitätsopfer sind vermutlich kein Paar, sie stünden aber „in einer Beziehung“ – in welcher war zunächst unklar. Die Polizei geht von häuslicher Gewalt aus. Der Hamelner wurde vorläufig festgenommen und in eine Zelle gesperrt. Was zwischen 2.45 Uhr und 3.15 Uhr an der Gertrudenstraße passiert ist, gibt der Polizei Rätsel auf. Noch in den frühen Morgenstunden waren 40 Personen befragt worden. Fest steht: Der Tunesier war mit seiner Freundin (44) nach Hameln gekommen, um in der Bar „G4“ Silvester zu feiern. Dort fand eine Party statt. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Tunesier in dem Club zunächst „mit vier, fünf Ausländern verbal aneinandergeraten“ ist. Er müsse mit diesen bislang unbekannten Personen nach draußen gegangen sein, sagte der Kriminalhauptkommissar. Die Lebensgefährtin bekam davon nichts mit. Als sie ihren Partner vermisste und nach ihm suchte, bemerkte sie zunächst nur eine Gruppe Männer, die an der Gertrudenstraße/Ecke Berliner Platz vor einem Fahrrad-Geschäft miteinander stritten. Wenig später fand sie 44-Jährige an dieser Stelle ihren sehr schwer verletzten Freund – er lag vor Haus Nummer 7. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann brutal zusammengeschlagen wurde. Ermittler des Einsatz- und Streifendienstes fahndeten nach den Tätern, befragten mögliche Zeugen. Allerdings gibt es bislang nur vage Hinweise und keine gute Personenbeschreibung. Die Kriminalisten, die den Fall bearbeiten, setzen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Womöglich hat jemand verdächtige Beobachtungen gemacht oder kennt die Gesuchten. Hinweise werden rund um die Uhr unter 05151/933-222 entgegengenommen.



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