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Feuerwehr setzt erstmals Hightech-Löschsystem ein

Wohnhaus brennt – Flammen schlagen durch Dach

KÖNIGSFÖRDE. Bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus an der Schlossstraße in Königsförde ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein Schaden in Höhe von zirka 90000 Euro entstanden. Als mögliche Brandursache komme ein technischer Defekt in Betracht, sagte Oberkommissar Jens Petersen am Mittwoch.

veröffentlicht am 14.12.2016 um 17:41 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die Polizei hat das Gebäude für weitere Nachforschungen beschlagnahmt. Die Mieter waren am Samstag ausgezogen. Als der Feuerschein gegen 23.30 Uhr von zwei zufällig des Weges kommenden Männern entdeckt wurde, wüteten die Flammen zwischen einem gläsernen Vorbau und dem Wohnhaus. Kurze Zeit später schlugen die Flammen durch das Dach. Nach Angaben der Feuerwehr brannte in dem Haus in zwei Zimmern die Holzvertäfelung.

Weil sich feine Risse in der Decke gebildet hatten, wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks angefordert. Die Feuerwehren Aerzen, Königsförde, Selxen und Grupenhagen waren stundenlang mit 51 Freiwilligen im Einsatz. Unterstützt wurden die Helfer von Kameraden aus Hameln, die mit einer Drehleiter nach Königsförde gefahren waren. Zum ersten Mal kam im Landkreis ein niedersachsenweit einmaliges Hightech-Löschgerät zum Einsatz. Mit der Lanze und einem 360-bar-Wasserstrahl, dem Sand und Metallteile zugesetzt wurden, schnitten Feuerwehrleute kleine Löcher in Baustoffe und vernebelten Hohlräume, in denen Glutnester vermutet wurden. Von dem Speziallöschgerät gibt es in Deutschland nur sechs Anlagen.



In Königsförde wurde das Löschsystem von der Firma Koppenhagen zur Verfügung gestellt. Feuerwehrleute hielten bis in die frühen Morgenstunden Brandwache. Neben zwei Streifenwagen der Polizei aus Bad Pyrmont und Hameln war noch vorsorglich der Rettungsdienst der Feuerwehr und des DRK eingesetzt. Während des Löscheinsatzes war die Landesstraße 432 längere Zeit gesperrt.

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Foto: DH


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