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THW Hameln rückt erneut aus / Logistik- und Bergungsexperten in Meppen im Einsatz

„Wir behalten den Überblick“

HAMELN/MEPPEN. Zum zweiten Mal sind Spezialeinheiten des in Klein Berkel stationierten Technischen Hilfswerks (THW) auf das streng von der Öffentlichkeit abgeschirmte Kasernengelände der Wehrtechnischen Dienststelle in Meppen gerufen worden - zunächst rückten Logistiker des sogenannten Zugtrupps aus, um die umfangreichen Rückbau-Arbeiten im ehemaligen Katastrophengebiet zu koordinieren,

veröffentlicht am 07.10.2018 um 11:38 Uhr

Inspizieren eine Hochleistungspumpe, die in Groß Stavern wochenlang im Dauereinsatz war: Jan Beißner und Jan-Hendrik Zapke vom THW Hameln. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Sechs Stunden später wurde zusätzlich eine Bergungsgruppe des THW Hameln angefordert. Ehrenamtliche Helfer waren bereits während der heißen Moorbrand-Löschphase in Groß Stavern und in Meppen im Einsatz (wir berichteten). Nachdem die Bundeswehr die Bekämpfung des seit dem 3. September schwelenden Flächenfeuers übernommen hat, müssen nach Angaben des Ortsbeauftragten Tobias Tasler, der von Hameln aus das THW-Backoffice leitet, zahlreiche Schlauchleitungen und diverse Hochleistungspumpen auf Lastwagen verladen werden. „Es geht um etwa 150 Tonnen Material“, sagt Zugführer Detlev Grabbe. THW-Einheiten aus ganz Deutschland kämen nun erneut nach Meppen, um ihre Pumpen, Schläuche, Großbehälter und Gerüste abzuholen. Während Mitglieder der Hamelner Bergungsgruppe beim Abbau und Verladen helfen, sind die Helfer um Detlev Grabbe damit beschäftigt, die Großgeräte und Zubehörteile zu überprüfen. „Es gibt ein paar Dinge, die sind unauffindbar“, erzählt der Zugführer. „Es gibt auch Teile, die beschädigt sind. Das alles gilt es zu erfassen.“ Alles, was während der wochenlangen Moorbrand-Bekämpfung verbaut wurde, muss jetzt den richtigen Einheiten ausgehändigt werden. „Das ist schon eine Menge Arbeit, aber wir behalten den Überblick.“ Insgesamt waren neben zahlreichen Feuerwehrleuten 1900 THW-Helfer aus 150 Ortsverbänden, darunter Einheiten aus Hameln, Rinteln, Bückeburg, Stadthagen, Holzminden und Springe, im Raum Meppen im Einsatz. Laut THW wurden durchschnittlich 20000 Liter Wasser pro Minute ins Moor gepumpt. Das sind 1,2 Millionen Liter pro Stunde.

Nach Angaben der Bundeswehr ist die Lage derzeit stabil. „Oberflächenfeuer mussten nicht gelöscht werden. Es gibt noch vereinzelte Glutnester, die gezielt bekämpft werden“, hieß es. Soldaten lassen Drohnen aufsteigen, um Brandorte zu lokalisieren. Am Dienstag wird erneut ein Aufklärungstornado über das Waffentestgelände fliegen. Derzeit sind noch 356 Personen, darunter 214 Soldaten im Löscheinsatz. Es stünden derzeit ausreichend viele Brandschutz-Kräfte der Bundeswehr zur Verfügung, eine Anforderung von Freiwilligen Feuerwehren sei nicht erforderlich, hieß es.



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