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Feuerwehr befreit Tier aus Zwangslage

Wie „Rosa“ die Fahrt im Kühlergrill überstanden hat

REINE/AERZEN. Am Tag danach lag „Rosa“ in ihrem warmen Körbchen– ganz dicht an ihre Schwester „Greta“ geschmiegt. So, als wenn nichts passiert war. Dabei wäre die Katze am Mittwochabend fast ums Leben gekommen. „Rosa“ wurde von einem Auto angefahren. Nicht nur das. Das Kätzchen verklemmte sich beim Aufprall im Kühlergrill eines Renault und fuhr zirka zehn Kilometer als blinder Passagier bis nach Aerzen mit.

veröffentlicht am 04.10.2018 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 04.10.2018 um 19:46 Uhr

„Rosa“ (vorne) liegt mit ihrer Schwester „Greta“ in ihrem Körbchen. Außer Prellungen hat das Kätzchen keine weiteren Verletzungen erlitten. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Rosas“ Fell ist dreifarbig. Es hat eine weiß-schwarz-rote Fellzeichnung. Im Volksmund wird eine Katze mit diesem Muster auch „Glückskatze“ genannt. Und Glück hatte „Rosa“ reichlich. In einem Waldgebiet bei Reine hatte es plötzlich geknallt, sagte der Autofahrer. Etwas Kleines, Weißes sei ihm vor das Auto gelaufen, meinte der Extertaler. Er hielt an. Trotz umfangreicher Suche hatten der Mann und sein Beifahrer kein angefahrenes Tier finden können. Sie fuhren nach Aerzen weiter. An der Osterstraße hielt der 41-Jährige neben einer Sparkasse an, ging kurz zu einem Geldautomaten. Als er zum Renault zurückkam, sah er eine gescheckte Katze in seinem Kühlergrill stecken. Das Köpfchen und zwei Beine hingen heraus. Das acht Monate alte Tier konnte sich fast nicht bewegen. Doch es lebte.

Der Mann rief die Leitstelle an und ließ die Tierretter der Aerzener Feuerwehr kommen. Während Nils Brakhan das Kätzchen behutsam festhielt, durchtrennte sein Vater Oliver eine Kunststoffstrebe. Die Feuerwehrleute hatten das Kätzchen ruckzuck befreit. Dem ersten Anschein nach hatte die Katze keine größeren Verletzungen davongetragen. Doch die Retter gingen auf Nummer sicher und brachten „Rosa“ noch am Abend zu einem Tierarzt. Dessen Diagnose: „Nur Prellungen“, wie Feuerwehrsprecher Daniel Hundertmark erleichtert mitteilte.

Noch am späten Abend übergab die Feuerwehr „Rosa“ ihrem Besitzer. Auf gut Glück hatten die Tierretter in der Nähe der Unfallstelle an einem Haus geklingelt – und das nötige Gespür bewiesen: Es war „Rosas“ Zuhause. David Glöckler, „Rosas“ Besitzer, erfuhr von den Einsatzkräften, was dem Tier widerfahren war. „Sie war nicht wie üblich am Futternapf“, sagte David Glöckler. Der Mann aus Reine war erstaunt, dass sich seine Katze so weit entfernt vom Haus aufhielt. Für Glöckler ist es selbstverständlich, dass er sich der Feuerwehr gegenüber für ihre Hilfe erkenntlich zeigen will.

Foto: fn
  • Foto: fn
Behutsam greifen die Feuerwehrleute nach der Katze und zerschneiden Plastikteile. Foto: fn
  • Behutsam greifen die Feuerwehrleute nach der Katze und zerschneiden Plastikteile. Foto: fn
Tierretter Oliver (li.) und Nils Brakhan befreiten die Katze. Foto: fn
  • Tierretter Oliver (li.) und Nils Brakhan befreiten die Katze. Foto: fn
„Rosa“ ist zwischen Kunststoffteilen eingeklemmt. Das Tier kann sich kaum bewegen. Foto: fn
  • „Rosa“ ist zwischen Kunststoffteilen eingeklemmt. Das Tier kann sich kaum bewegen. Foto: fn
Foto: fn
Behutsam greifen die Feuerwehrleute nach der Katze und zerschneiden Plastikteile. Foto: fn
Tierretter Oliver (li.) und Nils Brakhan befreiten die Katze. Foto: fn
„Rosa“ ist zwischen Kunststoffteilen eingeklemmt. Das Tier kann sich kaum bewegen. Foto: fn


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