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Stundenlanger Einsatz an Klütstraße

Wie echte Cowboys - Polizisten fangen Schafe mit Lasso ein

HAMELN. Seine Kollegen nennen ihn nur noch „Hatari“, wie den Abenteuerfilm mit John Wayne und Hardy Krüger. Polizeioberkommissar Benjamin Schönewald wurde am Donnerstag zum waschechten Cowboy. Die Polizei wurden am Donnerstag gegen 8.30 Uhr zur Klütstraße gerufen. Dort waren Schafe unterwegs. Es bestand die Gefahr, dass die Ausreißer vor ein Auto laufen.

veröffentlicht am 27.07.2017 um 17:40 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Zwei Einsatzwagen rückten aus. Die Schafe ließen sich jedoch nicht so einfach fangen. Was tun? Ein Tierarzt mit Betäubungsgewehr hätte helfen können. Der zuständige Veterinär befand sich allerdings gerade in Hannover. Also versuchten die Schutzleute ihr Glück. Ein schweißtreibender Einsatz begann – er zog sich über mehr als anderthalb Stunden hin. Die Schafe wurden umstellt, doch sie schlüpften immer wieder durchs „Fahndungsnetz“. Kurz nach zehn wurde die Feuerwehr um Hilfe gebeten – doch die Tierretter mussten nicht mehr eingreifen.

Polizeioberkommissar Benjamin Schönewald hatte längst seine Qualitäten als Tierfänger unter Beweis gestellt. Er befestigte ein Lasso an einer Stange und legte dem größeren Schaf die Schlinge ums Sichelhorn. Dann zog er beherzt zu. Ein Glück, dass das kleinere Tier dem größeren auf Schritt und Tritt folgte. Die vorläufig festgenommenen Schafe – vermutlich handelt es sich um Kamerunschafe – wurden an der Leine zum nahegelegenen Tierheim geführt und dort Leiterin Claudia Gebhardt übergeben. Die Gefangenen dürfen unter Aufsicht auf einer umzäunten Wiese grasen. Die Schafe haben keine Ohrmarken. Deshalb ist unbekannt, wem sie gehören. Seine Kollegen nennen Benjamin Schönewald anerkennend Hatari. Das ist Swahili und bedeutet Gefahr. „Hatari!“ gehört zu den Filmklassikern. Der US-amerikanische Streifen wurde im Jahr 1962 in Afrika gedreht. Die Abenteuerkomödie mit John Wayne und Hardy Krüger erzählt von Tierfängern in Ostafrika.



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