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Polizei kämpft gegen Online-Betrug

Weniger Straftaten in Aerzen, aber: Mehr Abzocke im Internet

AERZEN. „Wir können im Bereich unserer Polizeistation Aerzen für das Jahr 2018 einen deutlichen Rückgang von annähernd 100 bearbeiteten Straftaten feststellen“, gibt der Leiter der Bad Pyrmonter Polizeidienststelle, Erster Kriminalhauptkommissar Manfred Hellmich, bekannt. Zum Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats in Bad Pyrmont zählt auch der Bereich der Polizeistation Aerzen.

veröffentlicht am 11.03.2019 um 17:59 Uhr

Der Internetbetrug ist auf dem Vormarsch. Themenfoto: dpa
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Klaus Titze Reporter
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„Das ist nicht nur ein Problem der Fläche und somit der Entfernungen, die im Einsatzfall von Pyrmonter Streifenbesatzungen zurückgelegt werden müssten. Es umfasst auch rund ein Drittel der von uns zu betreuenden Gesamtbevölkerung“, betont Hellmich und begründet, warum sich das Pyrmonter Kommissariat personell den Luxus leistet, insgesamt vier Beamte in der Aerzener Dienststelle Dienst versehen zu lassen. „So werden die Beamten dort nicht nur ermittelnd tätig, sondern übernehmen auch in vielen Fällen die unmittelbare Aufnahme von Sachverhalten oder Unfällen. Damit werden wir hier in der Stadt Bad Pyrmont erheblich entlastet.“

Trotz der geringen Personalstärke gelingt es den Aerzener Polizeibeamten immer wieder, Delikte aufzuklären. Deren Quote liegt bei annähernd 82 Prozent, somit 20 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Im Vergleich zum Vorjahr falle auf, dass – wie auch in Bad Pyrmont – eine erhöhte Zahl von Betrugsdelikten eine Rolle spielt. Auch hier hätten die Internet-Betrüger Einzug gehalten, die etwa unter falschem Namen Waren bestellen und dann nicht bezahlen. Es sei für manche Menschen offenbar zu verlockend, sich auf diese Weise zu bereichern, sagt Kriminalhauptkommissar Andreas Zoch, dem als Leiter der ermittelnden Abteilung auch die Station in Aerzen direkt untersteht.

Dass sich die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz mehr als halbiert hätten, sei wohl eher eine Folge geringeren Augenmerks. „Diese Zahlen resultieren oft aus erfolgreichen Kontrollen im Straßenverkehr, wenn also jemand unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug führt“, erklärt der Ermittler. Ebenfalls einen deutlichen Rückgang angezeigter Körperverletzungen weise das Zahlenwerk für 2018 aus, nämlich lediglich 58 Delikte, dem 84 im Vorjahr gegenüberstehen. „Oft finden diese Taten auch durch Rangeleien im Schulalltag statt, denn zunehmend nehmen es Eltern wohl nicht mehr hin, dass ihr Kind bei einer Auseinandersetzung Verletzungen erlitten hat“, erklärt Zoch.



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