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Leckage um Kühlsystem fordert Feuerwehr

Wassermassen fluten Kraftwerkskeller

HAMELN. Enorme Wassermassen hielten am Dienstag Helfer von Feuerwehr und Technischen Hilfswerk (THW) auf Trab. Das Wasser war aus einem Kühlrohr im Kraftwerk an der Fluthamelstraße ausgetreten und hatte einen riesigen Keller geflutet. Bis in den Abend hinein liefen Hochleistungspumpen, um das Nass hinauszubefördern.

veröffentlicht am 10.07.2018 um 18:19 Uhr

Helfer pumpen mit Schläuchen das Wasser aus dem Keller. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Die Fernwärmeversorgung sei von der Leckage nicht beeinträchtigt gewesen sein, hieß es vom Kraftwerksbetreiber Enertec.

Der vollgelaufene Kellerraum habe eine Größe von 100 mal 100 Metern, teilte Feuerwehreinsatzleiter Thomas Breitkopf mit. In dem betroffenen Maschinenkeller stand das Wasser fast zwei Meter hoch , so der Brandamtmann. In dem gefluteten Bereich befinden mehrere Maschinen und und Kondensatoren, war vom Energieversorgungsunternehmen zu erfahren. „Wir haben zwar mehrere Pumpen, aber deren Leistung reicht für die Menge nicht aus. Dazu benötigen wir den Einsatz der Feuerwehr“, sagte ein Sprecher.

Die Feuerwehr ging nach der Erkundung der Lage davon aus, weit mehr als 10 000 Kubikmeter – also über eine Million Liter – Wasser aus dem Gebäude pumpen zu müssen, sprich mehrere Stunden eingebunden zu sein. Breitkopf ließ unverzüglich vier Züge der Freiwilligen Feuerwehr nachalarmieren. Mit ihren Pumpen erreichte die Feuerwehr eine Förderleistung von etwa 17 000 Liter pro Minute. Grund, das Technische Hilfswerk um

Spezialisten einer THW- Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen aus Langenhagen wurden um Hilfe gebeten. In Springe machten sich THW-Helfer mit drei großen Tauchpumpen auf den Weg nach Hameln. „Mit unseren Pumpen können wir pro Minute fast 15 000 Liter fördern, erklärte der Hamelner THW-Ortsbeautragte Tobias Tasler.

Das beschädigte Rohr habe einen Durchmesser von knapp über einem Meter. Durch die Rohre fließe Weseruferfiltrat. erklärte der Enertec-Sprecher. „Leckagen in unserem Kühlwassersystem kommen relativ selten vor – gerade in diesem Umfang“, meint der Enercon-Mitarbeiter.

„Im Turbinenkeller stehen die Maschinen und Kondensatoren. Daraus müssen wir das Wasser auspumpen und dazu benötigen wir den Einsatz der Feuerwehr. Wir haben zwar mehrere Pumpen, aber deren Leistung reicht dazu nicht aus.Unsere eigene Pumpenleistung reicht nicht aus.

In den Rohren fließt Weseruferfiltrat „Wir haben eine Kondensationsturbine heruntergefahren, zwei weitere laufen noch. Die Kesselanlagen haben wir in der Leistung etwas reduziert. Leckagen in unserem Kühlwassersystem kommen relativ selten vor - gerade in diesem Umfang. Die Kühlwasserrohre haben einen Durchmesser von mehr als einem Meter.

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