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Feuer im Klüt – Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Waldbrandgefahr weiterhin hoch: „Die Lage ist angespannt“

HAMELN. Die Brandgefahr in den Wäldern rund um Hameln ist unverändert hoch, obwohl es schon lange nicht mehr tropisch heiß ist. „Aber es ist immer noch zundertrocken, weil der Regen ausgeblieben ist“, sagt Ottmar Heise, Leiter des Stadtforstamts. Eine glimmende Kippe reiche schon, um ein Flächenfeuer zu verursachen. Erst am Sonntagnachmittag hat es im Klütwald, oberhalb des Finkenborner Weges, zwischen jungen Buchen gebrannt.

veröffentlicht am 10.09.2018 um 15:43 Uhr

Flammen und Rauch im Klüt: Ein Feuerwehrmann löscht den Waldbrand oberhalb des Finkenborner Weges. Foto: leo
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der aufsteigende Rauch wurde kurz vor 16 Uhr entdeckt, die Hamelner Feuerwehr war schnell zur Stelle und verhinderte Schlimmeres. Oberhalb einer steilen Böschung standen im unwegsamen Gelände Laub, Reisig und Äste in Flammen. Bereits am 13. August hatte in der Nähe des Finkenborns der Waldboden geglimmt.

Man könne es nicht oft genug sagen, sagt Revierförster Heise. „Rauchen und offenes Feuer sind im Wald absolut verboten. Das gilt auch für Parkplätze.“

Die aktuelle Waldbrandgefahr schätzt der Diplom-Forstingenieur in heimischen Gefilden übrigens höher ein, als sie der Waldbrandgefahren-Index ausweist. Der steht derzeit in Hameln-Pyrmont bei drei (von fünf) – das bedeutet: mittlere Gefahr. „Ich gehe eher von vier, also von hoher Gefahr, aus“, sagt der Förster. Grund: Durch Windwurf und Käferbefall liegen laut Heise derzeit mancherorts jede Menge trockene Baumrinde und Äste auf dem ausgedorrten Boden. „Die Lage ist angespannt“, sagt der Experte. Zum Glück seien viele Menschen im Stadtwald unterwegs. Deshalb würden Feuer schon in der Entstehungsphase entdeckt.

Die Ursache des jüngsten Waldbrands ist unbekannt. Beamte der Tatort-Gruppe haben die Brandstelle inspiziert und Ermittlungen aufgenommen. „Eine Selbstentzündung scheidet aus“, sagt Hauptkommissar Jörn Schedlitzki. „Sollte dort jemand eine Zigarettenkippe weggeschnippt haben, handelt es sich um eine fahrlässige Brandstiftung.“



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