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Polizisten nehmen unbelehrbaren Ruhestörer in Gewahrsam

Von der Party in die Zelle

HAMELN. Ein nach Angaben der Polizei „unbelehrbarer und äußerst uneinsichtiger Gastgeber einer privaten Feier“ hat einige Stunden in einer Zelle verbringen müssen. Einsatzbeamte hatten ihn am frühen Mittwochmorgen in der Nordstadt in Gewahrsam genommen. Zuvor war bereits drei Mal die Polizei angerückt - Ruhe kehrte dennoch nicht ein.

veröffentlicht am 24.08.2016 um 13:21 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:02 Uhr

Ulrich Behmann

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Am Dienstagabend gegen 22 Uhr beschwerten sich Anwohner der Heinestraße bei der Einsatzleitstelle über laute Musik und Geschrei. Eine Streifenwagen-Besatzung wurde in die Nordstadt geschickt. Die Beamten hörten bereits auf der Straße, dass aus einer Wohnung in den oberen Stockwerken eines Mehrfamilienhauses erheblicher Partylärm herunterschallte. Die Polizisten forderten die Feiernden auf, die die Musik leiser zu stellen. Die Feiernden gehorchten. Der Einsatz schien beendet zu sein.

Am Mittwoch gegen 0.30 Uhr teilten Nachbarn mit, dass die Lärmbelästigung weitergehen würde. Nach einer kurzen Ruhephase, vermutlich hatten die Partygäste die Anfahrt des Streifenwagens erkannt, wurde die Musik wieder aufgedreht. Da die Polizisten jedoch am Einsatzort geblieben waren und den übermäßigen Lärm live miterlebten, wurden nach Angaben von Oberkommissar Jens Petersen bei einem erneuten Kontakt mit dem Verursacher für den Fall, dass die Nachtruhe auch in Zukunft nicht eingehalten wird, „vorab weitergehende Maßnahmen angeordnet“. Der Gastgeber versprach, nun ruhig zu sein. Um 1.10 Uhr folgte allerdings der nächste Anruf: Die laute Party würde weitergehen. Neben dem Lärm habe es noch Rufe gegeben, wonach man auf die „Bullen pinkeln“ werde, hieß es. Jetzt reichte es den Beamten. Drei Streifenwagen fuhren zur Heinestraße. In der Wohnung befanden sich drei Männer (21, 22 und 24), die deutlich unter Alkoholeinfluss standen. Nach einer Identitätsfeststellung kündigte der 22 Jahre alte Gastgeber an, die Party würde nach Abzug der Polizei auf jeden Fall weitergehen. Daraufhin entschied sich der Einsatzleiter, den Mieter „zur Verhinderung weiterer Störungen“ in Gewahrsam zu nehmen. Die kostenpflichtige Unterbringung in einer Polizeizelle dauerte bis zum Morgen.



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