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Vier Verletzte bei Kollision mit drei Fahrzeugen / L 433 stundenlang gesperrt

Vier Verletzte nach Kollision – Opfer aus Wrack geschnitten

HAVERBECK. Erneut hat sich auf der Landesstraße 433 ein schwerer Verkehrsunfall ereignet – diesmal in Höhe von Haverbeck. Eine Frau (20) aus Rinteln und ein zehnjähriger Junge aus Hessisch Oldendorf erlitten nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen, zwei weitere Personen (52, 24) kamen zum Glück mit leichteren Blessuren davon.

veröffentlicht am 16.01.2018 um 16:01 Uhr
aktualisiert am 16.01.2018 um 18:40 Uhr

Im strömenden Regen – Rettungsmannschaften der Feuerwehr befreien die eingeklemmte Autofahrerin. Notarzt und Notfallsanitäter behandeln die Schwerstverletzte derweil im Wrack. Durch die Wucht des Aufpralls war der Motorblock aus dem Kleinwagen heraus
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Mannschaften der Hamelner Feuerwehr mussten die im Wrack eingeklemmte 20-Jährige mit einer Rettungsschere, einem Spreizer und einem hydraulischen Stempel aus den Blechmassen befreien. Das Opfer wurde die ganze Zeit über von einem Rettungsteam behandelt. Mit einem Notarztwagen wurde die Schwerstverletzte nach Minden zum Klinikum gebracht. „Die Autofahrerin schwebte zunächst in Lebensgefahr. Ihr Zustand ist aber inzwischen nicht mehr kritisch“, sagte Hauptkommissar Dirk Barnert um 16.30 Uhr auf Nachfrage. An dem Unfall waren drei Autos beteiligt. Erst am vergangenen Donnerstag hatte sich auf der Strecke eine Kollision mit drei Fahrzeugen ereignet, bei der sechs Menschen teils schwer verletzt wurden (wir berichteten).

Nach Angaben der Hamelner Polizei war die Rintelnerin am frühen Dienstagmorgen mit einem VW Polo auf der Ortsumgehung von Haverbeck in Richtung Lachem unterwegs. Gegen 6.45 Uhr geriet ihr Kleinwagen aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte das Fahrzeug zunächst mit einem entgegenkommenden BMW, in dem neben dem Fahrer (52) aus Salzhemmendorf auch ein Schüler (10) saß. Bruchteile von Sekunden später prallte der VW Polo noch mit einem VW Lupo, der von einer 24-Jährigen aus Hameln gesteuert wurde, zusammen. Die Wucht der ersten Kollision war dermaßen groß, dass der Motorblock des Polo aus dem Wagen gerissen wurde. Die Fahrbahn war mit vielen kleinen und großen Trümmerteilen übersät.

Die Rintelnerin wurde kompliziert eingeklemmt. Deshalb alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren Hameln und Haverbeck. Die Retter gaben sich große Mühe, die Schwerstverletzte so schonend wie möglich aus dem Wrack zu schneiden – das war jedoch ein schwieriges und zeitintensives Unterfangen. „Das linke Vorderrad ist gegen die A-Säule gedrückt worden“, erzählt Hauptbrandmeister Bodo Kauert. Es sei deshalb nicht einfach gewesen, Entlastungsschnitte zu machen. Ein Notarzt aus Rinteln unterstützte seinen Kollegen aus Hameln. Neben zwei Notarztfahrzeugen waren vier Rettungswagen der Feuerwehr und des DRK im Hilfseinsatz. Die Landesstraße 433 war vier Stunden gesperrt.

Feuerwehrleute setzen schweres Gerät ein, um das Unfallopfer zu befreien. Nach 40 Minuten ist es geschafft. Foto: UBE
  • Feuerwehrleute setzen schweres Gerät ein, um das Unfallopfer zu befreien. Nach 40 Minuten ist es geschafft. Foto: UBE


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