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Kein Behandlungsfehler

Verunglückter Hamelner: Todesursache war Herzversagen

HAMELN. Der nach einer Kollision mit einem Auto verstorbene Rollerfahrer aus Hameln ist nicht an den Folgen des Verkehrsunfalls, der sich am Samstagmittag auf der Holtenser Landstraße ereignet hatte, gestorben. Die Polizei spricht von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“, die zu einem Herzversagen geführt habe.

veröffentlicht am 19.04.2018 um 18:37 Uhr

Bereits auf der Fahrt zum Krankenhaus soll sich der Gesundheitszustand des Mannes verschlechtert haben. Symbolbild: Pixabay
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Das die Unfallverletzungen nicht zum Tode geführt haben, geht aus dem vorläufigen Obduktionsergebnis des Rechtsmedizinischen Instituts der MHH hervor. Der 74-Jährige habe sich eine Oberschenkelfraktur und eine Beckenverletzung zugezogen. Das habe aber nicht zu seinem Tod geführt, sagte Hauptkommissar Jens Petersen am Donnerstag auf Nachfrage. Nach Angaben der Gerichtsmediziner ist „plötzliches Herzversagen todesursächlich gewesen“. Ermittlungen ergaben, dass der Mann ein vorgeschädigtes Herz hatte. Bereits auf der Fahrt mit dem Rettungswagen zum Krankenhaus habe sich sein Gesundheitszustand verschlechtert. Auslöser des Herzversagens dürfte die Aufregung, die durch den Unfall ausgelöst wurde, gewesen sein. Ein Behandlungsfehler liegt nicht vor. Petersen sprach von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“. „Es gibt allerdings einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Unfall-Ereignis und dem plötzlichen Herzversagen. Das war offenbar eine tragische Folge der Kollision. Deshalb wird gegen den Autofahrer (85) weiter wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt“, erklärt Petersen. „Wie das Verfahren ausgeht, muss die Justiz beurteilen.“

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