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Polizei sucht mit Helikopter nach dementer Frau

Vermisste Seniorin nach 12 Stunden aufgefunden

Bad Münder (ube). Mehr als zwölf Stunden war nach ihr gesucht worden – mit einem Spezialhubschrauber und mit Rettungshunden. Die Polizei hatte zudem alle verfügbaren Streifenwagen aus Bad Münder, Springe und Hameln eingesetzt. Am Dienstag um 8.30 Uhr konnten die Suchmannschaften aufatmen.

veröffentlicht am 15.09.2015 um 10:46 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

Die vermisste Seniorin wurden von Polizeikommissar Achim Rust auf einer nicht gemähten Wiese am Rand eines Maisfeldes entdeckt. Sie saß etwa 500 Meter nördlich der B442 im hohen Gras, war ansprechbar und offenbar nur leicht unterkühlt. Sein Kollege habe im dichten Grün den blauen Pullover der Frau erspäht, erzählt Hauptkommissar Thomas Ende, der zu Fuß unterwegs war. Über Funk wurde der Rettungsdienst angefordert. Es sei nicht einfach gewesen, den Ort mit Fahrzeugen zu erreichen, sagte Hauptkommissar Eckard Wiegand-Behmann. Der Weg dorthin sei eigentlich unbefahrbar. Polizisten und Sanitäter mussten die Frau deshalb mehrere Hundert Meter weit bis zum Notarztwagen tragen. Die 75-Jährige lebt in einem Seniorenheim in Bad Münder. Sie sei dement und orientierungslos, hieß es. Gegen 15.45 Uhr war sie am Montagnachmittag zuletzt gesehen worden. Mitarbeiter suchten vergeblich nach der Frau. Gegen 20 Uhr meldete die Tochter ihre Mutter bei der Polizei als vermisst. Eine großangelegte Suchaktion wurde gestartet. In Langenhagen stieg der Hightech-Helikopter „Phönix“ auf. Er kreiste längere Zeit über der Kurstadt. Mit einer Wärmebildkamera wurden Straßen, Wege, Felder, Wiesen und Wälder abgesucht. Ohne Erfolg. Die Rettungshundestaffel der Johanniter aus Holzminden wurde nach Bad Münder gerufen – aber auch die Vierbeiner konnten die Seniorin nicht aufspüren. Die ganze Nacht über hielten Polizeibeamte weiter Ausschau nach der Vermissten. In Ahrbergen wurde schließlich ein Mantrailer-Hund der Polizei angefordert. Der Hund kam nicht mehr zum Einsatz.  



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