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Sprengstoffexperten untersuchen Päckchen

Verdächtiges Paket sorgt für größeren Polizeieinsatz

HAMELN. Ein verdächtiges Paket hat am Donnerstagvormittag für einen größeren Polizeieinsatz in einer DHL-Postverteilerstation an der Ruthenstraße gesorgt. Aus Hannover rückten Experten einer Spezialeinheit des Landeskriminalamts an. Delaborierer untersuchten den Inhalt des Päckchens auf Sprengstoff - fanden jedoch etwas vollkommen anderes.

veröffentlicht am 07.12.2017 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 07.12.2017 um 18:10 Uhr

Wer hat dieses Päckchen versendet? Wer kennt „Gudrun und Dieter“? Die Polizei sucht Zeugen. Foto: Polizei
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Das Gebäude wurde evakuiert. Elf Post-Mitarbeiter wurden während des Einsatzes in einer nahe gelegenen Halle untergebracht. Nach fast zwei Stunden kam die Entwarnung: Im Paket befanden sich lediglich Lebensmittel.

Gegen 10.20 Uhr bekam ein Mitarbeiter ein neutral verpacktes, aber auffallend schweres Paket in die Hände. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch es fehlten Absender- und Empfängerangaben. Der Mann reagierte. Sensibilisiert durch einen Vorfall in Potsdam ließ er die verdächtige Sendung vorsichtshalber ins Freie bringen. Am vergangenen Freitag war in einer Potsdamer Apotheke eine Paketbombe entdeckt und entschärft worden. An die Ruthenstraße rückte ein Sicherheitsdienst an, auch die Polizei wurde verständigt.

Die Polizeieinsatzleitung ließ sofort ein Verwaltungsgebäude räumen. Das Gebiet um die Poststation wurde abgeriegelt, bevor die Beamten der LKA-Spezialeinheit das verdächtige Postgut untersuchten. Mit Messgeräten prüften die mit Schutzanzügen ausgestatten Beamten die Warensendung. Gegen 12.10 Uhr konnten die Einsatzkräfte tief durchatmen – der Paketinhalt erwies sich als äußerst harmlos: Im Paket lagen mit mehreren Würsten, einem Christstollen sowie Süßigkeiten allenfalls „Cholesterinbomben“.

Einem Postmitarbeiter kam dieses Paket verdächtig vor. Sprengstoffexperten öffneten die Postsendung und stießen dabei auf Lebensmittel. Foto: Polizei
  • Einem Postmitarbeiter kam dieses Paket verdächtig vor. Sprengstoffexperten öffneten die Postsendung und stießen dabei auf Lebensmittel. Foto: Polizei

Warum das Paket weder einen Adressaufkleber noch andere Versandmerkmale enthielt und trotzdem in den Verteilerweg der DHL gelangte, ist derzeit unbekannt“, sagte Polizeisprecher Jens Petersen. Einziger Ermittlungsansatz sei eine beigelegte Grußkarte, die von „Gudrun und Dieter“ verfasst wurde, so der Polizeioberkommissar. Laut einem Postmitarbeiter befand sich das Paket in einer Verteilerschiene für in Hessisch Oldendorf auszuliefernde Pakete. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Empfänger in dem Bereich wohnen könne.

Personen, die sich als Absender oder Empfänger des Paketes erkannt haben, können sich mit der Polizei Hameln (05151/933-222) in Verbindung setzen.

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