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Humme tritt aus ihrem Bett

Unwettereinsatz in Klein Berkel: Wasser droht in Haus zu fließen

KLEIN BERKEL. In der Nacht auf Donnerstag ist die Humme bei Klein Berkel über die Ufer getreten. Wassermassen flossen bis auf die Straße „Hohe Linden“. Um kurz nach Mitternacht stand das Wasser zentimeterhoch im Garten eines Wohnhauses – die Feuerwehr musste anrücken um das Gebäude vor eindringendem Wasser schützen.

veröffentlicht am 04.01.2018 um 16:16 Uhr

Wasser ist an der Straße „Hohe Linden“ bis in einen Vorgarten gelaufen. Feuerwehrkräfte werfen sich Sandsäcke zu, mit denen Kellerfenster abgedichtet werden. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Innerhalb von 24 Stunden stieg der Pegelstand der Weser um 99 Zentimeter. Am Donnerstagvormittag lag der Pegel in Hameln bei 5,20 Meter, wie Ralph Schwekendiek, stellvertretender Leiter der Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes mitteilte. Nach starken Regenfällen verschärfte sich am Mittwoch auch die Lage an kleineren Flüssen und Bächen. Von größeren Einsätzen blieben Helfer von der Feuerwehr bis zum späten Abend verschont.

Nach 21 Uhr trat dann die Humme aus ihrem Bachbett. Eine braune Brühe floss über Felder und einem Sportplatz. Abflussschächte konnten die enormen Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Auf der Straße „Hohe Linden“ stand die Flut bis zu 15 Zentimeter hoch, und drohte in den Keller eines Wohnhauses zu laufen.

Gegen 0.30 Uhr wurden Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Wachbereitschaft und Freiwillige der Feuerwehr Klein Berkel alarmiert. Die Helfer dichteten die Kellerfenster mit Sandsäcken und Schaltafeln ab. Dennoch sei Wasser durch die Kellerwände ins Gebäude gesickert, sagte Hauptbrandmeister Karl-Friedrich Coerdt.

Im Keller sei zudem der Strom ausgefallen, hieß es von den Einsatzkräften. Um den Betrieb von Saugpumpen zu gewährleisten, legte die Feuerwehr ein Stromkabel ins Haus. Im Hamelner Stadtgebiet sollte es bei diesem einen Unwettereinsatz bleiben.

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