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„Keine Haftgründe“ - Staatsanwältin lässt mutmaßlichen Sexualtäter laufen

Unfassbare Tat auf Spielplatz

BAD MÜNDER. Unglaublich, was sich am frühen Freitagabend auf einem Spielplatz in Bad Münder zugetragen hat - die Polizei hat Ermittlungen gegen einen 45 Jahre alten Mann angeordnet.

veröffentlicht am 26.09.2020 um 16:19 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Der Tatverdächtige aus Bad Münder habe die Nacht in einer Zelle verbracht, nachdem eine Staatsanwältin noch am Freitagabend die vorläufige Festnahme bestätigt und eine richterliche Vorführung für Samstag angeordnet hatte. Doch es kam anders. Da eine andere Staatsanwältin, die am Samstag Dienst hatte, keine Haftgründe sah, hob sie die vorläufige Festnahme auf. Die Polizei musste den 45-Jährigen laufen lassen. Polizei und Jugendamt ordneten eine „räumliche Trennung“ von Vater und Tochter für eine feste Zeit an. Nach Angaben von Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera war es auf dem Kinderspielplatz zu einem Sexualdelikt gekommen. Der Mann soll vor den Augen mehrerer Kinder, darunter befand sich seine fünf Jahre alte Tochter, onaniert haben.
Kurz vor ‪18 Uhr‬ hatte ein 15 Jahre altes Mädchen die Polizei gerufen, „nachdem der 45-Jährige sich demonstrativ zunächst vor die Jugendliche und deren gleichaltrige
Freundin gestellt, die Hose geöffnet und an seinem Geschlechtsteil manipuliert hatte“, sagte die Polizistin.
Der alkoholisierte Mann konnte wenig später von Polizeibeamten auf dem Spielplatz dingfest gemacht werden. Bei seiner vorläufigen Festnahme war er
äußerst aggressiv. Aus diesem Grund entschieden sich die Beamten dazu, die Festnahme (nach vorheriger Ankündigung) mit der Bodycam zu filmen.
Nach Angaben der beiden 15-Jährigen habe der Täter, nachdem er vor ihnen onanierte, seine Handlungen vor einer Gruppe kleinerer Kinder (9, 9, 9, 10, 11) fortgesetzt. „Sie sind dadurch erheblich verängstigt worden“, sagte Heineking-Kutschera. Als wäre die Tat an sich nicht schon schlimm genug, soll der 45-Jährige die sexuellen Handlungen in Gegenwart seiner fünf Jahre alten Tochter ausgeführt haben. Der Bereitschaftsdienst des
Jugendamtes sei informiert worden, hieß es.



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