weather-image
15°
Staatsanwaltschaft ordnet Obduktion an

Unfall bei Holtensen: Woran ist der Hamelner gestorben?

HOLTENSEN. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der Holtenser Landstraße (wir berichteten) hat die Hamelner Polizei das Todesursachen-Ermittlungsverfahren ausgeweitet. Die Staatsanwaltschaft in Hannover habe eine Obduktion des Leichnams angeordnet, sagte Hauptkommissar Jens Petersen auf Anfrage der Dewezet. Rechtsmediziner sollen herausfinden, woran der 74 Jahre alte Hamelner so plötzlich gestorben ist. Am Unfallort war der Mann ansprechbar.

veröffentlicht am 18.04.2018 um 17:05 Uhr
aktualisiert am 18.04.2018 um 18:50 Uhr

Der Unfallort bei Holtensen: In Höhe der Abzweigung zur Heisenküche kam es am Samstagmittag zur Kollision zwischen einem Motorroller und einem VW Golf. Der Zweiradfahrer starb am Abend im Krankenhaus. Rechtsmediziner sollen herausfinden, woran der 74
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Er habe bei der Kollision mit einem Auto augenscheinlich nur einen Beinbruch und ein paar Schürfwunden davongetragen, sagte Petersen.

Der Zusammenstoß hatte sich gegen 12 Uhr ereignet. Um 19.55 Uhr starb der Senior im Krankenhaus. „Es gibt derzeit noch Unstimmigkeiten“, sagt Petersen. Man hoffe, dass die Autopsie für Klarheit sorge. Offenbar gibt der Tod des Hamelners Rätsel auf. Ziel der Ermittler ist es, herauszufinden, ob in diesem Fall ein Fremdverschulden oder ein schicksalhaftes Ereignis vorliegt. Konkret: Ist es zu einem Behandlungsfehler gekommen oder war der Gesundheitszustand des Hamelners schon vor dem Zusammenstoß dermaßen problematisch, dass sein Tod nicht vermeidbar war? „Es gibt derzeit keinen Verdacht, der sich gegen eine bestimmte Person richtet“, sagte Petersen. „Es haben sich Fragen ergeben – und wir suchen die Antworten darauf.“

Das vorläufige Ergebnis der Obduktion, die in Hannover durchgeführt wird, dürfte am Donnerstagmittag vorliegen. Dass Verkehrstote rechtsmedizinisch untersucht werden, ist in Niedersachsen „nicht die Regel“.

Nachdem die Klinik gemeldet hatte, dass der Patient gestorben ist, waren zwei Ermittler der Tatort-Gruppe zum Krankenhaus gefahren. „Die Kollegen haben – wie in solchen Fällen üblich – eine polizeiliche Leichenschau und Befragungen durchgeführt“, berichtet der Polizeihauptkommissar.

Der Fall wird von dem für Verkehrsdelikte zuständigen 7. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes bearbeitet. Es geht um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung. Die Frage ist: Wem ist der zu machen?

Am Samstagmittag war der Fahrer eines VW Golf in Richtung Holtensen unterwegs. Der 85-Jährige habe wenden wollen, sagte eine Oberkommissarin am Unfallort. Der Hamelner sei deshalb mit seinem VW Golf nach rechts in die Abfahrt zur Heisenküche abgebogen und habe gedreht. Als er wieder zurück auf die Holtenser Landstraße fahren wollte, muss der Mann den Roller-Fahrer übersehen haben. Es kam zum Zusammenstoß. Ein Notarztteam behandelte den Verletzten im Rettungswagen und brachte ihn ins Krankenhaus.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt