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Ersthelfer befreien Fahrerin aus brennendem Pkw

Unfall bei Hohnsen: Für 41-Jährige kommt jede Hilfe zu spät

HOHNSEN. Eine 41 Jahre alte Autofahrerin aus Coppenbrügge ist am Freitagnachmittag auf der Landesstraße 423 in der Nähe von Hohnsen verunglückt – für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Nach Durchfahren einer Rechtskurve war ihr VW Polo nach links von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Der Motor fing kurz darauf Feuer. Qualm stieg auf.

veröffentlicht am 10.08.2018 um 19:15 Uhr

Ein Trupp, der sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hat, bekämpft das Feuer mit Wasser, dem ein Speziallöschmittel zugemischt wurde. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Landwirt Cord Bartling – er ist ehrenamtlicher Ortsbrandmeister von Hohnsen – verstreute gerade auf einem nahe gelegenen Acker Kompost, als er einen lauten Knall hörte. Er fuhr sofort mit seinem Trecker zum Unfallort, um Hilfe zu leisten. Das Unfallopfer war im Wrack eingeklemmt. Gemeinsam mit zwei anderen Ersthelfern gelang es ihn, die Leblose zu befreien, bevor die Flammen den Innenraum erreichten. Autofahrer hätten vergeblich versucht, die Flammen mit Pulverlöschern einzudämmen, sagte Bartling.

In sicherer Entfernung leiteten die couragierten Helfer umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen wie Mund-zu-Nase-Beatmung und Herzdruckmassage ein. Weder den Ersthelfern noch dem einige Minuten später eintreffenden Notarztteam der Deister-Süntel-Klinik und des Deutschen Roten Kreuzes gelang es, die Mutter eines Kleinkindes ins Leben zurückzuholen.

Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Es wurde vom Wind angefacht. Als die um 15.38 Uhr alarmierten Feuerwehren aus Bisperode, Coppenbrügge, Hohnsen und Hachmühlen eintrafen, stand der Wagen schon in Flammen. Marc-Oliver Tesch, stellvertretender Gemeindebrandmeister, war der erste Feuerwehrmann, der den Unglücksort erreichte. „Das Auto brannte lichterloh.“ Kurze Zeit später sei eine Stichflamme aus der Tanköffnung gekommen, erzählt Tesch. „Die mehrere Meter lange Flamme hat auf der gegenüberliegenden Straßenseite den dort stehenden Baum erreicht.“ Trupps, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, bekämpften das Feuer, das sich bereits auf die Böschung ausgeweitet hatte, mit einem Speziallöschmittel. Die Hitze war so groß, dass die Aluminium-Felgen des Wagens schmolzen.

Betroffen steht Ersthelfer Cord Bartling – Ortsbrandmeister von Hohnsen – neben dem ausgebrannten Wrack, aus dem er die Fahrerin gerade noch rechtzeitig befreien konnte. Für die Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät. Foto: ube
  • Betroffen steht Ersthelfer Cord Bartling – Ortsbrandmeister von Hohnsen – neben dem ausgebrannten Wrack, aus dem er die Fahrerin gerade noch rechtzeitig befreien konnte. Für die Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät. Foto: ube

Die Landesstraße war stundenlang gesperrt. Ermittler der Tatort-Gruppe unterstützten den Einsatz- und Streifendienst bei den Ermittlungen. Die Unfallursache sei unbekannt, sagte ein Kommissar.

Das Wrack werde sichergestellt, damit es – falls von der Staatsanwaltschaft gewünscht – technisch untersucht werden könne. Das Fahrzeug wurde mit einem Kran geborgen. Feuerwehrleute halfen bei der Bergung.



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