weather-image
33°

Feuerwehreinsatz am Torbayufer in Hameln

Unbekannter Stoff brennt an Weserufer

HAMELN. Die Feuerwehr hat am Samstagnachmittag ein Feuer am Torbayufer in Hameln gelöscht. Was genau in Ufernähe gebrannt hat, konnten Einsatzkräfte noch nicht sagen. Es habe sich um eine sehr kleine Menge einer honigfarbenen Substanz gehandelt, sagte Einsatzleiter Carsten Scholz.

veröffentlicht am 01.06.2019 um 13:51 Uhr
aktualisiert am 13.06.2019 um 12:37 Uhr

3BD8B036-8E52-4AD2-A8D4-67943F511FE2.jpg
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Was hat am Samstagnachmittag an der Weser unweit des Brückenkopfes gebrannt? Diese Frage stellten sich Einsatzkräfte, nachdem Feuerwehrleute der Hauptberuflichen Wachbereitschaft ein Feuer am Torbayufer gelöscht hatten.

Um kurz nach 13 Uhr stieg zwischen am Ufer liegenden Schottersteinen heller Rauch auf. Die Feuerwehr lokalisierte eine geringe Menge eines noch unbekannten Stoffs, der in Brand geraten war. Das Feuer konnten Löschtrupps rasch ersticken. Sie bedeckten die Flammen mit Erdreich. Es habe sich um eine geringe Menge einer honigfarbenen Substanz gehandelt, sagte Einsatzleiter Carsten Scholz, der auf der Anfahrt zum Brandort von der alten Weserbrücke aus die Rauchschwaden aufsteigen sah. Es habe ähnlich wie Aluminium gebrannt, so der stellvertretende Stadtbrandmeister.

Ob es sich um Phosphor aus Kampfmitteln gehandelt hat, konnten weder Feuerwehr noch Polizei bestätigen. Trocknet Phosphor, verbindet sich dieser mit Sauerstoff und entzündet sich. Er brennt dann mit einer Temperatur von 1300 Grad und ist kaum zu löschen. Scholz wollte nicht ausschließen, das die Substanz bei Hochwasser angespült wurde und sich bei den sommerlichen Temperaturen selbst entzündete. Weißer Phosphor war im Zweiten Weltkrieg Bestandteil von Kampfmitteln. Immer noch werden einzelne Stücke vom Meeresgrund an die Strände gespült, oft an der Ostsee. Das Gefährliche daran: Sie ähneln Bernstein und können damit verwechselt werden. Sammler können sich schwere Brandverletzungen zuziehen. Nachdem das Feuer gelöscht war, suchten die Einsatzkräfte den Bereich am Torbayufer ab. Weitere Klumpen des Stoffes entdeckten sie nicht.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?