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Hamelner fährt betrunken zur Polizei, um zwei mutmaßliche Falschfahrer zu melden

Trick 17 mit Selbstüberlistung

HAMELN. Ein 43 Jahre alter Mann ist am Samstagabend zur Polizeiwache geradelt, um sich dort über zwei angebliche Falschfahrer zu beschweren. Den Ermittlern entging nicht, dass der Hamelner offenbar betrunken war.

veröffentlicht am 07.04.2019 um 16:27 Uhr

Hier darf in beide Richtungen geradelt werden. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Er wurde gebeten, in ein Messröhrchen zu pusten. Ergebnis: 2,34 Promille Atemalkohol. Der Radfahrer musste nach dem Test länger bei der Polizei bleiben, als ihm lieb war. Die Beamten riefen nämlich einen Arzt an und ließen dem 43-Jährigen Blut „abzapfen“. Die Probe wird nun von Rechtsmedizinern untersucht. „Wer dermaßen alkoholisiert mit dem Fahrrad fährt, begeht eine Straftat“, begründet Hauptkommissar Guido Krosta die Maßnahme. Sollte der Hamelner einen Führerschein haben, könnte es dazu kommen, dass ein Richter die Fahrlizenz des Mannes für einige Zeit einkassiert.

Nach Angaben der Polizei war der Mann gegen 21.30 Uhr auf der Lohstraße (entgegen der Einbahnstraße) unterwegs, was er in diesem Bereich auch darf. Ihm kamen zwei junge Fahrradfahrer entgegen. Die Geschwister (15, 18) wollen vorschriftsmäßig in Richtung Polizeiwache unterwegs gewesen sein. Der Hamelner soll jedoch davon ausgegangen sein, dass sie falsch fahren und sie sinngemäß als „Einbahnstraßen-Idioten“ beschimpft haben. Als die Frau und der Junge erwiderten, sie dürften so fahren, soll der Mann gewendet und die Geschwister verfolgt haben. Laut Krosta soll er versucht haben, einen der beiden Radfahrer vom Fahrrad zu treten. Die 18-Jährige und ihr Bruder (15) fuhren zur Polizei, um den Vorfall zu melden. Sekunden später betrat auch der 43-Jährige die Wache. Wäre er nicht zur Polizei gefahren, hätte vielleicht niemand erfahren, dass er betrunken mit dem Fahrrad unterwegs war. Das nennt man wohl Trick 17 mit Selbstüberlistung.



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