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Komplizierte Fahrzeugbergung / Unfall erst Stunden später angezeigt

Transporter überschlägt sich am Grenzweg

BAD PYRMONT. An eine ähnlich schwierige Bergung mit allerlei Tücken konnten sich eingesetzte Polizeibeamte nicht erinnern. Am Mittwochvormittag bargen Spezialisten eines Bergungsunternehmens einen in der Nacht verunglückten Transporter. Der Mercedes Sprinter war am Grenzweg von der Straße abgekommen und hatte sich an einem acht Meter tiefen Abhang überschlagen.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 14:53 Uhr

Mithilfe einer Seilwinde hieven Bergungsspezialisten den Sprinter auf die Räder. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Der Mercedes Sprinter war am Grenzweg von der Straße abgekommen und hatte sich an einem acht Meter tiefen Abhang überschlagen. Eine Frau zog sich beim Unfall leichte Verletzungen zu. Öl lief aus dem Wagen. Und das mitten in einem Heilquellenschutzbereich.

Um kurz nach 6 Uhr hatten ein 24-jähriger Pyrmonter und eine 44 Jahre alte Frau auf der Polizeiwache den Unfall gemeldet. Sie sollen angegeben haben, gegen 23.30 Uhr mit dem Sprinter den Verkehrsunfall verursacht zu haben. Sie seien den Grenzweg, aus Richtung der ehemaligen Bombergklinik kommend, bergab gefahren, hieß es von der Polizei. Wegen eines über die Fahrbahn laufenden Wildtieres seien sie von der Straße abgekommen und mit dem Wagen verunglückt, sollen sie den Beamten erklärt haben.

Der Transporter hatte wenige Meter hinter einer Linkskehre eine Linde touchiert, bevor er frontal gegen einen weiteren Baum prallte, sich anschließend am Abhang überschlug und auf einem Acker liegenblieb. Ermittler gehen allerdings aufgrund vorgefundener Spuren davon aus, dass der Sprinter vermutlich infolge nicht angepasster Geschwindigkeit von der Straße abkam. Nicht nur das: „Eine Überprüfung des Fahrers ergab den Verdacht auf Betäubungsmitteleinwirkung. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Seinen Führerschein führte er nicht mit“, teilte Polizeihauptkommissar Arnold Schiffling mit. Ermittler sollen zudem im Mercedes geringe Mengen Drogen gefunden haben, auch zum Konsumierenbenötigte Utensilien.

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Das Bergefahrzeug fuhr 400 Meter über das Feld. Foto: fn

Gegen 9.30 Uhr pflügte sich das schwere Bergungsfahrzeug eines Rintelner Unternehmens förmlich Meter für Meter vorwärts durch das tiefe „Geläuf“ eines Weizenfeldes. Der 40-Tonner sackte bis zu 30 Zentimeter tief auf dem aufgeweichten Acker ein. „Ich bin froh, dass ich es überhaupt hier hoch geschafft habe“, sagte der Fahrer des Allrad angetriebenen Bergungsfahrzeugs, nachdem er den verunglückten Sprinter auf dessen vier Räder gehievt hatte. Das Bergeteam wurde zu Hilfe gerufen, da ein Kranfahrzeug, das den Wagen hätte anheben und die Böschung hochziehen können, nicht am Unfallort zum Einsatz kommen konnte. Mehrere Linden standen im Weg, so ein Polizeibeamter. Wenig später zog ein Bagger des Bauhofs den Unfallwagen an den Waldrand. Erst danach konnte der Sprinter mit einem Abschleppwagen abtransportiert werden.

Ein Bauhof-Team kofferte vier Kubikmeter durch Öl verunreinigtes Erdreich aus. Nicht viel im Vergleich zu den Flurschäden, der durch den notwendigen Einsatz des Bergefahrzeugs entstand. Die tiefe Spur des 40-Tonners zog sich rund 400 Meter über das bestellte Feld. Am Mercedes entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Den entstanden Sachschaden beziffert die Polizei mit 30 000 Euro.



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