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Obduktion konnte Herzinfarkt ausschließen

Toter von Börry: Todesursache "nicht eindeutig feststellbar"

Börry/Hannover. Woran der Senior, dessen zum Teil schon skelettierte Leiche am Sonntag im Waldgebiet "Hasselburg" bei Börry gefunden wurde, gestorben ist, wird vermutlich für immer ungeklärt bleiben. Zwar ist der Tote am Dienstag im Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule in Hannover obduziert worden, doch die genaue Todesursache konnte nicht festgestellt werden.

veröffentlicht am 03.02.2016 um 12:37 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

Hinter der Teich-Baude bei Börry fließt der Lausebach – darin lag die Leiche des Emmerthalers. ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

"Eine eindeutige Todesursache war nicht feststellbar", sagt der Erste Kriminalhauptkommissar Axel Brünger, der das unter anderem für Tötungsdelikte zuständige 1. Fachkommissariat leitet. Die Gerichtsmediziner können zumindest einen Herzinfarkt ausschließen. Ob der 80-Jährige ertrunken ist, lässt sich allerdings nicht mehr feststellen. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Autopsie konnten die Rechtsmediziner keine Spuren entdecken, die auf eine Gewalteinwirkung - und damit auf ein Fremdverschulden - hindeuten. Das bedeutet: Schlag-, Stich- oder gar Schussverletzungen wurden nicht entdeckt. Die Spurensuche am Fundort der Leiche hat die Polizei offenbar nicht weitergebracht. Die Auffindesituation lasse keine Rückschlüsse auf die Todesursache zu, hatte Oberkommissar Jens Petersen bereits am Montag gesagt. Möglich wäre nun noch, dass Gerichtsmediziner Gewebeproben analysieren. Ob zur Feststellung der Todesursache sogenannte feingewebliche Untersuchungen veranlasst werden, muss die Staatsanwaltschaft in Hannover entscheiden.  

Der 80-Jährige war am 12. Januar von seiner Lebensgefährtin als vermisst gemeldet worden. Die 78-Jährige hatte am späten Nachmittag die Polizei-Leitstelle in Hameln angerufen. Zunächst hatte die Frau mitgeteilt, ihr Partner sei "kurz vor Silvester" aus dem Haus gegangen. Wenig später korrigierte sie ihre Angaben und sagte, der Mann sei schon vor Weihnachten verschwunden. Inzwischen wurde bekannt, warum sie das Verschwinden des Emmerthalers erst so spät gemeldet hat. Sie sei fest davon überzeugt gewesen, dass der 80-Jährige über die Feiertage Verwandte besucht, erklärte gestern ein Ermittler. 



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