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Weiteren Informationen zur Todesursache nicht bekannt

Toter von Börry: Keine Spuren von Gewalteinwirkung

Börry/Hannover. Die zum Teil skelettierte Leiche eines 80 Jahre alten Seniors aus Emmerthal ist am Dienstagnachmittag im Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule in Hannover obduziert worden. Nach dem vorläufigen Ergebnis konnten die Gerichtsmediziner keine Spuren entdecken, die auf eine Gewalteinwirkung hindeuten.

veröffentlicht am 02.02.2016 um 15:46 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Leiche Börry
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Woran der Rentner gestorben ist, teilte die Polizei nicht mit. Bei Redaktionsschluss war unklar, ob die Staatsanwaltschaft weitere rechtsmedizinische Untersuchungen in Auftrag geben wird. In manchen Fällen werden beispielsweise Gewebeproben analysiert. Der Tote war am Sonntag von einem Spaziergänger (45) nördlich von Börry im Waldgebiet „Hasselburg“ gefunden worden – der Leichnam lag im Lausebach, ganz in der Nähe der Teich-Baude (wir berichteten). Die Polizei konnte zunächst weder ein Tötungsdelikt noch einen Unglücks- oder einen Krankheitsfall ausschließen. Die Auffindesituation lasse keine Rückschlüsse auf die Todesursache zu, sagte Oberkommissar Jens Petersen. Der Leichenfundort war weiträumig abgesperrt und wie ein Tatort behandelt worden. Kriminaltechniker suchten nach Spuren.

Der 80-Jährige war am 12. Januar von seiner Lebensgefährtin als vermisst gemeldet worden. Die 78-Jährige hatte am späten Nachmittag die Polizei-Leitstelle in Hameln angerufen. Beamte der Polizeistation Emmerthal fuhren kurz darauf zu ihr und befragten sie. Die Frau gab zunächst an, ihr Partner sei „kurz vor Silvester“ aus dem Haus gegangen und nicht zurückgekehrt. Wenig später korrigierte sie ihre Angaben und sagte, der Mann sei schon vor Weihnachten verschwunden. Warum sie das Verschwinden des Rentners erst Wochen später gemeldet hat, konnte sie den Beamten nicht erklären. Auch habe sich nicht sagen können, wo der 80-Jährige gern spazieren geht. „Die Seniorin hat seinerzeit einen etwas verwirrten Eindruck gemacht“, hieß es. Hinweise auf einen Suizid oder eine hilflose Lage hat es seinerzeit laut Polizei nicht gegeben. Dennoch nahmen die Polizisten Ermittlungen auf. Der Bereich um den Wohnort sei abgesucht worden, sagte Petersen. „Für eine Absuche mit einem Wärmebild-Hubschrauber war es zu spät.“ Weiter entfernt wohnende Angehörige, aber auch Vertrauenspersonen, die ganz in der Nähe leben, der Hausarzt und Krankenhaus-Mitarbeiter seien befragt worden. „Sowohl die Nachforschungen als auch die Suchmaßnahmen sind jedoch erfolglos geblieben.“



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