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Wanderer findet Toten / Feuerwehr birgt Leichnam aus unwegsamen Gelände

Tödlicher Sturz am Hohenstein

ZERSEN. Ein Wanderer (43) hat am Samstagnachmittag im Gebiet unter dem Hohenstein einen Toten gefunden. Der 76 Jahre alte Mann soll Polizeiangaben nach die Klippen hinunter gestürzt sein. Er muss sofort tot gewesen sein. Ein Fremdverschulden schließen Ermittler ersten Untersuchungen nach aus. Feuerwehrkräfte bargen den Leichnam aus dem unwegsamen und schneebedeckten Gelände.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 01:45 Uhr
aktualisiert am 05.03.2018 um 10:28 Uhr

Feuerwehrkräfte tragen das Opfer zur Baxmannbaude. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Ein Wanderer hat am Samstagnachmittag unterhalb des Felsmassivs die Leiche eines Mannes gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass das Opfer vom Plateau in die Tiefe gestürzt ist. Ermittlungen ergaben, dass es sich um einen 76-jährigen Mann aus Springe handelt. Feuerwehrkräfte mussten den Leichnam aus unwegsamen und schneebedeckten Gelände bergen.

Der Tourist (43 Jahre) war um kurz nach 14 Uhr auf einem schmalen Pfad bergabwärts unterwegs. Der Bayer kennt das Gebiet aus vorangegangenen Klettertouren und wollte sich das Massiv aus der Nähe anschauen, wie er sagte. Am Ende eines Klettersteigs unterhalb des „Hirschsprungs“ sah der Wanderer eine leblose Person. Der erfahrene Bergretter aus dem Zugspitzgebiet erkannte sofort, dass er dem Mann nicht mehr helfen konnte. Der Alpinist wählte den Notruf und informierte die Polizei.

Beamte der Tatortgruppe und der Polizeistation Hessisch Oldendorf nahmen am Fundort der Leiche Ermittlungen auf. Nach der Auswertung erster Erkenntnisse schließen die Polizisten ein Fremdverschulden aus. Die Umstände des Sturzes seien jedoch ungeklärt, so ein Beamter. Der Mann soll nach dem Sturz sofort tot gewesen sein. Ihr Verdacht, dass es sich bei dem Toten um einen 76 Jahre alten Mann aus Springe handeln könnte, bestätigte sich am Abend. Der Senior wurde seit Donnerstag vermisst, teilte die Polizei in Springe mit. Die Polizisten stellten bei dem Toten einen Autoschlüssel sicher. Der Schlüssel passte zum Fiat des Opfers. Der Wagen stand auf einem Wanderparkplatz unweit der „Baxmannbaude“ am Blutbachtal.

Feuerwehrkräfte aus Hessisch Oldendorf, Barksen und Zersen wurden alarmiert, um den Leichnam zu bergen. Die Anfahrt über vereiste steile Waldwege war überaus schwierig. Zu Fuß kämpften sich die Einsatzkräfte auf dem glatten schneebedeckten Waldboden auf schmalen Stiegen zum Fundort der Leiche. Einsatzleiter Tobias Ebbighausen ließ vier Absturzsicherungssätze zum Einsatzort bringen, mit denen sich die Kräfte am Hang selbst sichern konnten. Die Feuerwehrleute trugen das Opfer mit einer Schleifkorbtrage zu einem Waldweg. Da der Bestatter aufgrund der Glätte mit seinem Fahrzeug nicht in Richtung des Einsatzortes fahren konnte, zogen die Feuerwehrleute die Trage bergab bis ins Blutbachtal.

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