weather-image

Tod eines Babys bleibt ungesühnt

LINDHORST/BÜCKEBURG. Gegen die Mutter des zu Tode geschüttelten Babys aus Lindhorst wird keine Anklage erhoben. Nachdem der Vater im Mai aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen worden war, hatte die Staatsanwaltschaft in Bückeburg neue Erkenntnisse gesehen und das zunächst eingestellte Ermittlungsverfahren gegen die Frau wieder aufgenommen. Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes sieht die Anklagebehörde jedoch keine Aussicht auf Erfolg.

veröffentlicht am 14.11.2018 um 19:03 Uhr

Damit bleibt der Tod des drei Monate alten Jungen voraussichtlich ungesühnt. „Weder dem Vater noch der Mutter lässt sich nachweisen, das Kind geschüttelt zu haben“, so Klaus Jochen Schmidt, Leitender Oberstaatsanwalt in Bückeburg. „Es ist auch nicht auszuschließen, dass eine andere Person auf den Säugling eingewirkt hat.“ In diesem Fall ist das Gutachten aus Sicht der Staatsanwaltschaft „nicht eindeutig genug“. Am Tag der Tat, dem 27. November 2017, war der Vater mit dem Baby von 15 bis 17 Uhr allein in der Wohnung. Im Prozess gegen den 23-Jährigen kam ein Rechtsmediziner jedoch zu dem Schluss, dass die Tat auch vor 15 Uhr passiert sein könne. Zu der Zeit hielt sich die Mutter ebenfalls in der Wohnung auf.

Ein Verfahren gegen die 21-Jährige würde wohl zu einem ähnlichen Ergebnis führen und mit einem Freispruch enden, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass es entweder der Vater oder die Mutter gewesen ist, als sehr groß gilt.

ly



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt