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Im Stacheldraht gefangen

Tierretter befreien Schaf, aber Hilfe kommt zu spät

HAMELN. Zunächst hatte es nur einige Fellbüschel verloren – Stunden nach der Befreiung offenbar das Leben. Tierretter der Hamelner Feuerwehr haben am Montagnachmittag ein Schaf aus einem Stacheldrahtzaun befreit. Das Tier war offenbar aus einem Gehege ausgebüxt.

veröffentlicht am 02.10.2017 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 03.10.2017 um 15:10 Uhr

Ein Brandmeister als Tierretter: Cornelius Huth hat dem Schaf eine Leine um den Hals gelegt. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Die Flucht fand am Zaun einer Pferdekoppel am Rettigs Grund ein jähes Ende. Die Schafswolle hatte sich im Metalldraht verfangen. Nichts ging mehr – weder vor noch zurück.

Hilfe kam, nachdem das hilflos im Gras kauernde Tier einer Spaziergängerin aufgefallen war. Die Frau wusste, was nun zu tun war und rief bei der Feuerwehr an. Nicht zum ersten Mal, wie sie sagte. Bereits im letzten Jahr habe sie ein im Geflecht eines Drahtzaunes feststeckendes Schaf gefunden.

Die eigentliche Rettung ging ganz fix. Nachdem Cornelius Huth dem Schaf eine Leine umgelegt hatte, griff Karl Friedrich Coerdt zu einem Seitenschneider. Drei, vier Schnitte, und das Schaf war frei. Fit war es aber nicht. Es schien entkräftet zu sein, stand – wenn überhaupt – nur auf wackeligen Beinen. Die Feuerwehrleute brachten das Schaf zu einem Tierarzt. Wie die Dewezet später aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, soll die Hilfe zu spät gekommen sein. Das Tier soll verendet sein.

Schafe zählten zuletzt zu den Tierarten, die die Hamelner Feuerwehr am häufigsten retten musste. Oft stecken die Tiere mit ihren Köpfen in Maschendrahtzäunen fest.

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