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Dieses illegale Rennen endet mit einer Strafanzeige

Tempo-Chaoten überholen ausgerechnet Zivilstreife

Hameln. Zwei junge Autofahrer (19, 24) aus Bad Pyrmont sollen auf der Landesstraße 433 bei Haverbeck ein Rennen gefahren sein. Was sie nicht ahnten: Sie überholten ausgerechnet eine Zivilstreife der Hamelner Polizei. 

veröffentlicht am 15.02.2016 um 17:12 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:42 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Die Beamten wurden Zeugen von diversen Verstößen - und wären durch das rücksichtslose Verhalten der Raser beinahe selbst verunglückt. „Der Fahrer eines Alfa Romeo ist so knapp vor dem Einsatzfahrzeug eingeschert, dass die Kollegen nur durch starkes Abbremsen eine Kollision verhindern konnten“, sagte Oberkommissar Jens Petersen am Montag. Gegen den 19-Jährigen seien Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen und ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet worden, hieß es. Der Vorfall hat sich bereits am Freitagabend gegen 18.40 Uhr ereignet. Die beiden Männer, die sich vermutlich kennen, waren mit ihren Fahrzeugen, einem Fiat Seicento und einem Alfa Romeo, von Hemeringen in Richtung Hameln unterwegs. Bei Haverbeck überholten sie den Zivilstreifenwagen innerhalb einer Tempo-70-Zone „mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit“ in einer Kurve. Die Wagen seien auf den Gegenfahrstreifen und links an einer Verkehrsinsel vorbeigefahren, aber auch über Sperrflächen gerollt. Die Pyrmonter müssten sich auf Verfahren nach der Straßenverkehrsordnung einstellen, da der Verdacht der Teilnahme an einem nicht genehmigten Rennen bestehe, sagte Petersen. „Dafür sprechen Indizien.“
Auch gegen einen VW-Fahrer (30) aus Hameln hat die Polizei ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Ein Ford-Fahrer (18) hatte den Ermittlern berichtet, er sei am Samstag gegen 0.45 Uhr auf der Deisterstraße „grob verkehrswidrig und rücksichtslos“ überholt worden. Die Reifen des anderen Autos hätten gequietscht. Der 30-Jährige soll nach dem Widereinscheren ohne erkennbaren Grund plötzlich so stark abgebremst haben, dass der 18-Jährige nur durch eine Vollbremsung einen Unfall verhindern konnte.
Ein Seat-Fahrer (25) soll am Sonntagabend gegen 21.45 Uhr „bekifft“ hinter dem Steuer gesessen haben. Der Mann war auf der Pyrmonter Straße unterwegs, als er von der Besatzung eines Streifenwagens gestoppt wurde. Das Ergebnis einer Blutprobe werde zeigen, ob sich der Verdacht, der sich auf einen Vortest stützt, bestätigt, sagte der Oberkommissar. Eine erste Analyse hatte Hinweise auf THC-haltige Produktstoffe ergeben.
Nicht einmal den erforderlichen Führerschein konnte ein junger Hamelner (18) vorzeigen. Er war am Montag gegen 3.30 Uhr von der Polizei auf der Wangelister Straße angehalten und kontrolliert worden.

 



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