weather-image
Großer Rohrbruch in Klein Berkel

Tausende ohne Wasser

KLEIN BERKEL. Tausende saßenauf dem Trockenen - aus vielen Wasserhähnen in Klein Berkel lief kein Tropfen. Grund: Am Dienstagmorgen ist unter der Straße "Hohe Linden" die Hauptförderleitung, die vom Brunnen in den Ortsteil führt, gebrochen.

veröffentlicht am 28.11.2017 um 07:26 Uhr
aktualisiert am 28.11.2017 um 17:40 Uhr

Straße unter Wasser und womöglich unterspült - Rohrbruch in Klein Berkel. Foto: ube
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wer in Klein Berkel wohnt und sich am frühen Dienstagmorgen waschen wollte, musste feststellen, dass kein Wasser aus der Leitung kam. Wer Glück hatte, durfte sich über einen dünnen Strahl freuen. Unter der Straße „Hohe Linden“ war in der Nacht die in einer Tiefe von zwei Metern verlegte Hauptleitung (25 Zentimeter Durchmesser) aus Gusseisen, die vom Tiefenbrunnen in den Ortsteil führt und auch den Hochbehälter auf dem Ohrberg füllt, auf einer Länge von 1,90 Meter gebrochen. Mit einem Druck von sechs bis sieben bar suchte sich das Trinkwasser seinen Weg nach oben. Sand, Kies und Schotter wurden in Höhe der Bushaltestelle auf Fußweg und Straße gespült. Die Straße stand längere Zeit zentimeterhoch unter Wasser.

Elmar Günzel, Chef des Wasserbeschaffungsverbandes Klein Berkel-Ohr, geht davon aus, dass die Fahrbahn in diesem Bereich unterspült wurde und ein kleines Teilstück erneuert werden muss. „Wir schätzen, dass wir durch den Rohrbruch eine Million Liter Wasser verloren haben“, sagte der Verbandsvorsteher.

Um 5.30 Uhr war Günzel über die Havarie informiert worden. Sofort wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Leck zu orten und den Schaden zu beheben. „Wir haben die Leitung vor und hinter der Bruchstelle abgeschiebert“, erzählt Günzel. Dadurch habe sich das Wasser seinen Weg über drei Nebenleitungen in den Ort gesucht. Weil diese Rohre jedoch einen geringeren Durchmesser haben, konnte nicht die gleiche Menge Wasser hindurchfließen – es kam zu Druckschwankungen. Der Notdienst der Tiefbaufirma Heinrich Wilkening rückte mit Bagger, Asphaltsäge, Tieflader und Lastwagen an. Zwischen 8.30 Uhr und 9 Uhr dürften alle Haushalte über die Bypässe wieder am Netz gewesen sein. Möglich, dass Bewohner auf dem Berg dennoch längere Zeit Probleme hatten, weil dort der Druck nicht ausreichte. Laut Günzel könnten Baumwurzeln oder Steine, die in Bewegung geraten sind, den Riss verursacht haben.

Ein Tiefbauarbeiter sucht nach dem Leck. Foto: ube
  • Ein Tiefbauarbeiter sucht nach dem Leck. Foto: ube

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare