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Tankbetrüger bei Wiederholungstat erwischt

HAMELN. Bereits Ende Januar hatte der Mann an der Aral-Tankstelle in der Deisterallee in Hameln getankt ohne zu bezahlen. Als er nun erneut dort tanken wollte, erkannte ihn ein Tankstellenmitarbeiter. Letztendlich muss sich der 19-Jährige nun für diverse Taten verantworten.

veröffentlicht am 07.02.2019 um 12:46 Uhr

Der Mann hat zugegeben, bereits mehrmals ohne zu Zahlen getankt zu haben. Symbolbild: Pixabay

Der junge Mann war am Mittwoch (6. Februar) gegen 12.30 Uhr mit einem Fiat, an dem keine Kennzeichen montiert waren, an die Aral-Tankstelle an der Deisterallee. Während des Tankvorganges wurde ein 40 Jahre alter Mitarbeiter der Tankstelle auf den Pkw und dessen Fahrzeugführer aufmerksam. Ihm fiel auf, dass der Mann bereits am 31. Januar dort getankt hatte ohne zu bezahlen. Anhand von Videoaufzeichnungen war festgestellt worden, dass es sich bei dem Flüchtigen um einen jungen Mann handelte, der einen Fiat ohne Kennzeichen fuhr. Nachdem der Tankstellenmitarbeiter den Mann wieder erkannte, unterbrach er den Tankvorgang und informierte die Polizei.

Gegenüber den eingesetzten Beamten machte der 19-Jährige zunächst keinerlei Angaben. Bei einer Durchsuchung seines Fahrzeuges wurden die Kennzeichen gefunden. Diese hatte der Hamelner augenscheinlich vorher abgeschraubt. Die Durchsuchung förderte außerdem ein sogenanntes Grinder (eine Kräutermühle, die u.a. zum Zerkleinern von Betäubungsmitteln verwendet wird), mehrerer Pollenböller, eines Springmessers, sowie einer Luft- und einer Gaspistole zutage.

Aufgrund des Grinder, in dem sich Marihuanaanhaftungen befanden, bestand der Verdacht, dass der junge Mann auch Betäubungsmittel konsumiert haben könnte. Ein freiwillig durchgeführter Urintest erhärtete den Verdacht. Dem 19-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Er gab nachträglich an, am Vorabend einen Joint geraucht zu haben.

Gegen den bislang nicht polizeibekannten Mann wurden diverse Verfahren eingeleitet, unter anderem eine Strafanzeige wegen des versuchten Tankbetruges und eine weitere wegen Verstoße gegen das Waffengesetz. Wegen des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln wurde zudem ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Dem Mann wurde die Weiterfahrt für mindestens 24 Stunden untersagt. Seinen Führerschein wird er in naher Zukunft auch noch für eine gewisse Zeit abgeben müssen. Der Erwerb und Besitz von Betäubungsmitteln ist ebenfalls strafbar. Daher muss sich der Mann noch zusätzlich wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen. Letztendlich kommt auch noch der Tankbetrug vom 31. Januar hinzu.

In einer anschließenden Vernehmung gab der 19-Jährige an, außer für diese Taten, für mindestens neun weitere Tankbetrügereien verantwortlich zu sein.

red



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