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..neulich hatte sie den Ernstfall noch gebprobt / Strecke bis nach Mitternacht gesperrt

Sturm wirft Baum um: Feuerwehr muss erstmals Oberleitung erden

Hämelschenburg.  Die Feuerwehren waren um 21.10 Uhr mit dem Stichwort „Flächenbrand“ alarmiert worden. Bei dem Regen draußen schwer vorstellbar, dass bei dieser Nässe Gras oder Büsche brennen soll. Rasch war dann aber klar, was passiert war. In der Stromleitung fließen immerhin 15000 Volt. Da können schon mal die Funken fliegen.

veröffentlicht am 22.02.2016 um 14:37 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:36 Uhr

Foto: ube_lkae120 ube 2202.jpg
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Der Reparaturzug der Bahn traf gegen Mitternacht am Einsatzort ein - die Spezialisten der Alarmbereitschaft waren am Sonntagabend in Hamburg gestartet. Mit Höchstgeschwindigkeit fuhren sie mit einem sogenannten Turmtriebwagen nach Hämelschenburg, wo am Abend ein Baum von einer Sturmböe „gefällt“ worden war. Die Krone lag auf der Oberleitung (wir berichteten). Durch den Kurzschluss brachen am Boden mehrere Brände aus. Die Strecke Bad Pyrmont - Hannover musste in beide Richtungen stundenlang gesperrt worden. Die Feuerwehren aus Kirchohsen, Hämelschenburg, Amelgatzen und Welsede waren um 21.10 Uhr mit dem Stichwort „Flächenbrand“ alarmiert worden. Draußen regnete es zu diesem Zeitpunkt. Kein Freiwilliger konnte sich vorstellen, dass bei dieser Nässe Gras oder Büsche brennen. Rasch war dann aber klar, was passiert war.

Die Stromleitung wird mit 15000 Volt betrieben. Da können schon mal die Funken fliegen. „Am Einsatzort herrscht extreme Gefahr durch Hochspannung“, meldete die Kreisfeuerwehr. Glücklicherweise gibt es unter den Feuerwehrleuten, die in Kirchohsen und in Welsede Dienst tun, seit einigen Monaten Spezialisten, die gelernt haben, Oberleitungen mit speziellen Stangen zu erden. Erst am vorletzten Wochenende hatten die Ehrenamtlichen den Ernstfall geprobt. „Nun ist der Realfall zum ersten Mal eingetreten“, sagt der stellvertretende Gemeindebrandmeister Frank Melde, der den Einsatz geleitet hat. Die Feuerwehrleute konnten zeigen, was sie trainiert hatten.

Nach Angaben von Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis wurde die Bahnstrecke bereits um 19.50 Uhr gesperrt. Der Baum muss demnach schon 80 Minuten vor der Alarmierung der Feuerwehren umgestürzt sein. Um 0.30 Uhr sei die Streckensperrung aufgehoben worden. Die Bahn-Spezialisten hatten zu diesem Zeitpunkt den Baum von den Gleisen geräumt und die Oberleitungen von einer Arbeitsplattform aus inspiziert. Einen Schaden hätten sie glücklicherweise nicht festgestellt, sagte Meyer-Lovis. Der Notfall-Manager der Bahn habe derweil die Strecke vom Boden aus abgesucht, hieß es. Fünf Züge seien ausgefallen.

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