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Transportsack platzt auf 40-Tonner

Stinkende Brühe läuft auf Straße: L433 stundenlang gesperrt

HAMELN. Die Landesstraße 433 ist am Mittwoch zwischen Hameln und Gut Helpensen stundenlang gesperrt worden – sie konnte aber am Abend wieder freigegeben werden. Aus einem 40-Tonnen-Lastzug waren mehrere Tausend Liter Gärsubstrat ausgelaufen. Die stinkende schwarze Brühe lief auf die Fahrbahn und versickerte auf dem Grünstreifen.

veröffentlicht am 12.09.2018 um 15:12 Uhr
aktualisiert am 12.09.2018 um 20:50 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Nach Angaben von Polizeihauptkommissar Jörn Schedlitzki, der die Havarie untersucht, war der Sattelzug mit einem großen Transportsack beladen worden. In diesem sollen sich mehr als 26000 Liter Flüssigkeit aus einer Biogas-Anlage befunden haben. Auf der Fahrt in Richtung Hameln sei der Sack aus bislang unbekannter Ursache geplatzt. Es wird davon ausgegangen, dass 2000 bis 5000 Liter Gärsubstrat entwichen sind. Die Hamelner Feuerwehr war um 11.45 Uhr mit dem Stichwort „Alarm! Gefahrgutunfall!“ alarmiert worden. Neben dem Löschzug der Wachbereitschaft rückten auch Spezialisten der Freiwilligen Feuerwehr Hameln aus - darunter die Teams „Gefahrgut“ und „Einsatzleitung“. Die Drohnenstaffel der Kreisfeuerwehr ließ ein Flugobjekt aufsteigen und fertigte Übersichtsaufnahmen an. Die ebenfalls alarmierte Messgruppe aus Flegessen wurde nicht benötigt.

Ein von dem Lkw-Fahrer angeforderter Tanklastzug traf ebenfalls rasch ein, sodass die Ladung umgepumpt werden konnte. Ilka Brümmer von der Unteren Wasserbehörde der Stadt Hameln koordinierte den Umwelteinsatz. Nach Absprache mit der Straßenbaubehörde ließ die Expertin ein Spezialunternehmen aus Lauenau kommen. Mit einem Spezialreinigungsfahrzeug, das mit einem Druck von 200 bar Wasser auf die verschmutzte Fahrbahn sprüht und das Gemisch einsaugt, soll das Gärsubstrat von dem Belag entfernt werden.

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