weather-image
Kilometerlanger Stau

Stauchaos: 40-Tonner prallt gegen Fahrzeug der Autobahnmeisterei

REHREN. Verkehrschaos nach Unfall auf der Autobahn 2: Zwischen dem Parkplatz Schafstrift und der Anschlussstelle Rehren ist am frühen Mittwochmorgen gegen 4.40 Uhr ein 40-Tonnen-Lastzug mit großer Wucht gegen einen Warnanhänger der Autobahnmeisterei geprallt. Ausgerückt sind die Feuerwehren Rodenberg und Lauenau.

veröffentlicht am 20.09.2017 um 09:05 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:22 Uhr

Die Einsatzkräfte vor Ort auf der A2. Foto: Feuerwehr Rodenberg.
DSC_4666

Autor

Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Lkw-Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt, musste befreit werden. Auch ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei wurde nach Angaben von Kommissar Philipp Hesse von der Polizeidirektion Hannover bei dem Unfall verletzt. Der Verkehr staute sich auf zwölf Kilometern, um 8 Uhr war erst eine Fahrspur wieder frei.

Bisherigen Informationen zufolge war der 45-jährige Lkw-Fahrer aus Hannover kommend in Richtung Dortmund unterwegs. Kurz hinter der Parkplatzanlage Schafstrift übersah der Neumünsteraner aus bislang ungeklärter Ursache einen Sicherungsanhänger der Autobahnmeisterei, der einen liegengebliebenen Schwertransport absicherte.

Im weiteren Verlauf fuhr das Gespann ungebremst auf den Anhänger auf und schob diesen mehrere Meter weit.

Der Lkw-Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt, musste von Einsatzkräften der Feuerwehren Rodenberg und Lauenau befreit werden. Auch ein 30 Jahre alter Mitarbeiter der Autobahnmeisterei wurde nach Angaben von Kommissar Philipp Hesse bei dem Unfall verletzt; er saß während der Kollision im Zugfahrzeug des Absicherungsanhängers, befand sich aber beim Eintreffen der Retter bereits außerhalb seines schwerbeschädigten Fahrzeuges.

Die Einsatzkräfte vor Ort auf der A2. Foto: Feuerwehr Rodenberg.
Unfall auf der A2. Foto: pr
  • Unfall auf der A2. Foto: leo
Unfall auf der A2. Foto: pr
  • Unfall auf der A2. Foto: leo
Unfall auf der A2. Foto: pr
  • Unfall auf der A2. Foto: leo
Unfall auf der A2. Foto: pr
  • Unfall auf der A2. Foto: leo
Die Einsatzkräfte vor Ort auf der A2. Foto: Feuerwehr Rodenberg.
Unfall auf der A2. Foto: pr
Unfall auf der A2. Foto: pr
Unfall auf der A2. Foto: pr
Unfall auf der A2. Foto: pr

Aufgabe des Rüstzuges der Samtgemeinde Rodenberg (Rodenberg und Lauenau) war es, den verletzten Fahrer aus seinem deformierten Fahrerhaus zu befreien. Dazu wurden mehrere hydraulische Rettungssätze inklusive Rettungsscheren, Spreizer und Zylinder, sowie eine Säbelsäge eingesetzt.

Um den Eingeklemmten schnellstmöglich zu befreien, wurde von beiden Seiten eine Zugangs- und Rettungsöffnung geschaffen. Dazu wurden unter anderem die A-Säulen getrennt und die Fahrzeugfront mit Rettungszylindern entklemmt. Die Türen wurden entfernt. Alle drei Rettungsplattformen wurden eingesetzt, sodass ein besserer Zugang zum Fahrzeug gewährleistet wurde.

Nach der technischen Rettung konnte der Fahrer an den Rettungsdienst übergeben werden. Die Befreiung gelang 30 Minuten nach Eintreffen. Beide Fahrer wurden an der Einsatzstelle durch den Rettungsdienst erstversorgt und ins Krankenhaus transportiert.

Die Autobahn in Richtung Dortmund war zeitweise voll gesperrt. Der Stau war morgens um 8 Uhr bereits zwölf Kilometer lang. Noch bis in den Vormittag hielt das Verkehrschaos an. Auto- und Lkw-Fahrer versuchten, über Bundes- und Landesstraßen auszuweichen.

Die Polizei schätzt den Schaden auf 160 000 Euro. Andreas Schmidt, Chef eines Bergungsdienstes aus Eimbeckhausen, teilte unserer Zeitung mit: „Wir sind mit schwerem Gerät vor Ort, arbeiten so schnell wir können, um die Bahn rasch wieder frei zu bekommen.“ Im Einsatz waren die Feuerwehren Lauenau und Rodenberg jeweils in Zugstärke und circa 55 Einsatzkräfte.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare