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600 Jugendliche treffen sich zu einer Mai-Massenwanderung

Starke Polizeipräsenz

HAMELN. Eine sogenannte Mai-Massenwanderung ist am Mittwoch „friedlich und ohne Zwischenfälle“ verlaufen. Das sagte Polizeihauptkommissar Jörg Thäte am späten Nachmittag auf Nachfrage der Dewezet. Junge Leute aus Hameln und dem Umland hatten sich zunächst auf einem Supermarkt-Parkplatz am Reimerdeskamp und später am ZOB vor der Stadtgalerie versammelt. „Wir haben am Ende 600 Teilnehmer gezählt“, sagte der Einsatzleiter. In den vergangenen Jahren hatte es unschöne Vorkommnisse gegeben (wir berichteten).

veröffentlicht am 01.05.2019 um 19:00 Uhr

Ulrich Behmann

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Vor zwölf Monaten war ein Kommissar schwer verletzt worden, als er Streithähne trennen wollte. Die Polizei setzte auch an diesem 1. Mai auf Präsenz. Bereitschaftspolizisten aus Hannover waren mit Mannschaftsbussen angerückt, um ein zuvor vom Ordnungsamt und von der Polizei ausgesprochenes Glasflaschen-Mitnahmeverbot durchsetzen zu können. Neben Mitarbeitern der Ordnungsabteilung war auch ein Beamter der Feuerwehr als Berater im Einsatz. Am Omnibus-Bahnhof wurden die jungen Leute zunächst über Megaphon informiert – anschließend gab es Taschenkontrollen. „Gemeinsam haben wir an die Jugendlichen appelliert, auf Alkohol-Exzesse zu verzichten. Es gibt Jugendschutzgesetze, deren Einhaltung überwacht wird“, hieß es. „In den Vorjahren sind entlang der Wege rings um die Stadt Massen von zerborstenen Glasflaschen gefunden worden. Scherben sind eine Gefahr für Tiere, aber auch für Menschen. Die Mitnahme von Glasflaschen bei Massenwanderungen ist daher strikt untersagt“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera im Vorfeld.

Gegen 11.30 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung. Es ging in Richtung Tündern. Am alten Sportplatz machten die Wanderer Rast. Die Polizei hatte extra ein Teilstück der Weserstraße für den Verkehr gesperrt. Eine Verfügungseinheit aus Hameln und ein Zug der Bereitschaftspolizei Niedersachsen ließen die Feiernden nicht aus den Augen, um im Falle eines Falles frühzeitig einschreiten zu können. Ein betrunkener 17-Jähriger sei mit einem Streifenwagen nach Hause gebracht und seinen Eltern übergeben worden, sagte Thäte.



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