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Fluchtfahrzeug in Tündern gefunden

Sprengung verursacht 180 000 Euro Schaden

HAMELN. Die Explosion im Vorraum der Santander Bank hat einen Schaden in Höhe einer sechsstelligen Eurosumme angerichtet. Die Polizei spricht von 180 000 Euro. Über die Höhe der Summe, die die Täter aus dem zerborstenen Geldautomaten fischten, machte die Polizei keine Angaben. Das mögliche Fluchtfahrzeug war ein Roller.

veröffentlicht am 03.08.2018 um 13:39 Uhr
aktualisiert am 03.08.2018 um 18:30 Uhr

Kriminaltechniker und Streifenbeamte am Tatort. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Am Donnerstagmorgen riss ein lauter Knall Anwohner der Bäckerstraße aus dem Schlaf. Unbekannte hatten gegen 3 Uhr einen Geldautomaten in der Filiale der Santander Bank in die Luft gejagt. Zeugen sahen zwei Männer auf einem Moped in Richtung Mühlenstraße davonrasen (wir berichteten).

Das Fluchtfahrzeug hat die Polizei noch am Donnerstag sicherstellen können. Ein Polizeihubschrauber kreiste am Vormittag über Hameln, um nach dem Zweirad zu suchen. Noch während der Helikopter in der Luft war, entdeckte ein Spaziergänger in der Nähe des alten Sportplatzes in Tündern einen Roller. Die schwarz lackierte Piaggio lag in einem Graben am Weserradweg, das Nummernschild fehlte. Der Mann hatte von der Sprengung gelesen, zählte eins und eins zusammen und rief die Polizei an.

Ein Abschleppunternehmen barg den Roller, bevor Kriminaltechniker die Piaggio unter die Lupe nahmen. Ermittler konnten noch am Donnerstag die Spur des Rollers zurückverfolgen. Sie zog sich über das Ruhrgebiet bis hin in die Niederlande, so ein Beamter.

Mit diesem Roller sollen die Täter zur Flucht genutzt haben. Foto: Polizei
  • Mit diesem Roller sollen die Täter zur Flucht genutzt haben. Foto: Polizei

Polizeibeamte hoffen, dass ihnen der Piaggio-Motorroller einen Ermittlungsansatz bietet. Gut möglich, dass das Fahrzeug in Hameln oder der Umgebung jemanden aufgefallen ist. „Die Unbekannten werden den Tatort Tage oder möglicherweise Wochen vor der Tatausführung erkundet haben“, sagt Polizeisprecher Jens Petersen.

Offenbar war der Geldautomat nicht mit einem Sicherheitspäckchen präpariert, das bei der Explosion die Geldscheine farblich markiert hätte. „Das ist eine Sache der Bank. Dazu kann ich nichts sagen“, meint Petersen.

Offen ist, ob die Täter den in der Bank schlafenden Mann bemerkt hatten. Es ist ausgeschlossen, dass sie erst nach der Explosion auf den 50-Jährigen aufmerksam wurden und flüchteten. Dutzende 50 Euro Scheine lagen nach der Tat noch auf dem Boden.



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