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Schwerer Unfall bei Schwöbber / Rettungs- und Feuerwehreinsatz

Sportcoupé fährt seitlich unter Viehtransporter

SCHWÖBBER. Schwerer Verkehrsunfall am Montagmorgen: Auf der Landesstraße 432 ist kurz nach 7 Uhr in Höhe Schloss Schwöbber ein Auto seitlich unter einen Lastwagen geprallt. Die Fahrerseite des VW Corrado wurde dabei aufgerissen, das Dach eingedrückt. Das Sportcoupé drehte sich nach der heftigen Kollision um die eigene Achse und schleuderte gegen die Schlossmauer. Der Autofahrer, ein 22 Jahre alter Mann aus Rinteln, erlitt offenbar erhebliche Verletzungen. Er konnte noch vor Eintreffen des Rüstzuges der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden.

veröffentlicht am 11.09.2017 um 07:22 Uhr
aktualisiert am 11.09.2017 um 17:51 Uhr

Schwerer Unfall bei Schwöbber. Der VW Corrado ist total demoliert. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Die Freiwilligen aus Aerzen waren alarmiert worden, um ein eingeklemmtes Opfer aus den Blechmassen zu schneiden. Ein Notarztteam kümmerte sich um den Schwerverletzten und brachte das Opfer ins Hamelner Sana-Klinikum. Eine Autofahrerin (35) und ein fünfjähriges Kind wurden ebenfalls zur Notaufnahme gebracht. Der Opel Astra der Aerzenerin war von Trümmern getroffen worden. Die Mutter habe sich zum Glück wohl nur eine Zerrung zugezogen, sagte ein Ermittler. Der kleine Junge werde zur Sicherheit später noch einmal von einem Kinderarzt untersucht. Ersten Informationen der Polizei zufolge, waren ein Viehtransporter und ein dahinter fahrender Opel links an einem auf der Straße stehenden Müllwagen vorbeigefahren. In diesem Moment sei ihnen aus einer scharfen Kurve der Sportwagen entgegengekommen, sagte Oberkommissar Eckhard Strunk. Der VW-Fahrer aus Rinteln führte noch eine Vollbremsung aus. Die Bremsspur ist 18 Meter lang. Der Versuch, eine Kollision zu verhindern, schlug jedoch fehl. Es krachte. Große und kleine Fahrzeugteile flogen durch die Luft.

Ein Notarztfahrzeug und zwei Rettungswagen der Hamelner Feuerwehr waren im Einsatz. Die Teams kümmerten sich um die Unfallbeteiligten. Der 78 Jahre alte Lkw-Fahrer aus dem Extertal habe das Unglück unverletzt überstanden, sagte Strunk. Helfer der Feuerwehr Aerzen machten ausgelaufene Flüssigkeiten unschädlich. Da Druckschläuche des Lastwagens abgerissen waren, ließ sich das Fahrzeug nicht mehr bewegen. Ein Experte der Feuerwehr kroch unter den Viehtransporter und löste mit Werkzeug die festsitzende Federspeicherbremse. Mit dem Rüstwagen wurde der Havarist anschließend von der Straße gezogen. Die Straße war bis 8.15 Uhr voll gesperrt.

 

 

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