weather-image
29°
Flammen greifen auf Haus über

Setzte Gasbrenner Hecke in Brand?

KLEIN BERKEL. Ein Heckenbrand hat sich am Donnerstagnachmittag in Klein Berkel rasend schnell auf ein Wohnhaus ausgebreitet. Das Feuer zerstörte eine Überdachung und setzte Teile des Dachstuhls in Brand. Der Feuerwehr gelang es, das im Spitzboden lodernde Feuer zu löschen, bevor es noch größere Ausmaße annehmen konnte.

veröffentlicht am 03.05.2018 um 21:09 Uhr

Flammen schlagen am First aus dem Dach. Foto: Feuerwehr Hameln
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Brandursache soll nach Polizeiangaben ein heißer Gasbrenner sein, mit dem der Bewohner Unkraut den Garaus machte. Das Bild, das sich nach dem Einsatz rund um das geklinkerten Wohnhaus bot, ließ erahnen, wie sich der Brand ausbreitete. Von einer zirka einen Meter hohen Koniferenhecke blieben nach dem Feuer nur verkohlte Äste und weiße Asche über. Die Holzbalken einer Terrassenüberdachung waren verbrannt, ebenfalls Profilhölzer unter dem Dachüberstand. Im Dach selbst klaffte ein mehrere Quadratmeter großes Loch, Dachpfannen waren geplatzt, Balken verkohlt. Die Strahlungshitze war dermaßen hoch, dass meterweit entfernte Bäume brannten. In der ersten Alarmmeldung, die die Feuerwehrkräfte um 18.30 Uhr erreichte, hieß es, dass am Königskamp eine Hecke brenne. Noch auf der Anfahrt erfuhren die Feuerwehrleute in ihren Löschfahrzeugen über Funk vom wahren Ausmaß des Brandes, sagte Einsatzleiter Thomas Breitkopf. Die Flammen hatten bereits auf ein Wohnhaus übergegriffen. Unverzüglich wurden Freiwillige Feuerwehrleute aus Halvestorf und Hameln nachalarmiert, auch das Drehleiterfahrzeug wurde angefordert. Klein Berkeler Einsatzkräfte berichteten, dass bei ihrer Ankunft die etwa 20 Meter lange Hecke bereits abgebrannt war. Die Feuerwehrleute spritzten von drei Seiten Löschwasser auf das brennende Gebäude, dämmten die Flammen von außen ein. Andre Tosch und Steffan Correll, beide waren mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, kämpften sich im Haus durch dichten Rauch bis zum brennenden Spitzboden voran. Der Trupp ging direkt unter dem Dach gegen die Flammen vor. Offenbar geriet die Hecke nach dem Abflammen von Unkraut in Brand. Wie ermittelnde Polizeibeamte mitteilten, könne die Konifere durch ein heißes Metallteil in Brand geraten sein. Der Bewohner habe den Ermittlern erklärt, einen Gasbrenner nach der Arbeit abgelegt zu haben. Der Klein Berkeler versicherte den Polizeibeamten, das Gerät zuvor ausgemacht zu haben. Am Haus entstand ein Schaden von mehreren 10 000 Euro. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Die Eigentümer sollen bei Verwandten unterkommen, hieß es von Einsatzkräften.

Einsatzkräfte suchen im Spitzboden nach versteckten Glutnestern, die vom Korb der Drehleiter aus gelöscht werden. Foto: fn
  • Einsatzkräfte suchen im Spitzboden nach versteckten Glutnestern, die vom Korb der Drehleiter aus gelöscht werden. Foto: fn
270_0900_91542_hm101_fn_Feuer_0405.jpg

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare