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Polizei veröffentlicht Beschreibung / Zeugen gesucht

Senioren betrogen: Abholer der Beute wurde gesehen

HAMELN. Im Fall der skrupellosen Trickbetrüger, die sich am Telefon als Polizisten und Staatsanwälte ausgeben haben, hat die Hamelner Polizei eine erste Spur. Den Ermittlern des für schwere Betrugsdelikte zuständigen Fachkommissariats 3 (FK 3) liegt eine Personenbeschreibung vor.

veröffentlicht am 10.08.2018 um 15:16 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Bei dem Mann, der von Zeugen gesehen wurde, soll es sich um den Täter handeln, der den Beutel abgeholt hat, in dem das Ehepaar (81 und 85) aus Unsen seine Wertsachen (unter anderem Geld, Schmuck und Sparbücher) im Wert von fast 50000 Euro verstaut hatte (wir berichteten). Die Beamten hätten zahlreiche Befragungen durchgeführt und bei ihren intensiven Ermittlungen viele Details zusammengetragen, sagte Hauptkommissar Jens Petersen.

Der Gesuchte ist 30 bis 40 Jahre alt und zirka 1,80 Meter groß. Nach Angaben der Augenzeugen soll der Kriminelle ein „südländisch-arabisches Erscheinungsbild“ haben. Er hat lichtes Haar, das hinten länger ist und zu einem Zopf zusammengebunden war. Sein schwarzer Vollbart wirkt gepflegt. Der Täter war dunkel, aber sommerlich gekleidet. Zeitweise trug er eine Sonnenbrille. Er wurde mit dem schwarzen Jutebeutel, in dem sich die Beute befand, gesehen.

Der Unbekannte soll sich am Mittwochabend vor und nach der Tat, die zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr passiert ist, längere Zeit in Unsen aufgehalten haben. Die Polizisten hoffen, dass der Straftäter von Personen gesehen wurde, mit denen sie noch nicht gesprochen haben. Jedes noch so kleine Detail könne die Fahnder weiterbringen, sagt Petersen. Möglich, dass der Täter von einem Komplizen abgeholt worden und in ein Fahrzeug gestiegen ist.

Hinweise nimmt das FK 3 rund um die Uhr unter 05151/933-222 entgegen. Allein am Mittwoch und am Donnerstag wurden der Hamelner Polizei 34 Anrufe von falschen Fahndern gemeldet.

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