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Bundesstraße 442 gesperrt

SEK-Einsatz in Bad Münder: Beamte suchen Drogen und Waffen

BAD MÜNDER. Wegen eines SEK-Einsatzes in Bad Münder ist am Freitagmorgen die Bundesstraße 442 gesperrt worden. Die Beamten haben zwei Wohnungen in der Bahnhofstraße nach Drogen und Waffen durchsucht und insgesamt sechs Personen in Gewahrsam genommen.

veröffentlicht am 23.02.2018 um 11:29 Uhr

Foto: Pixabay

Die Durchsuchungen wurden richterlich angeordnet. Da zumindest bei einem Wohnungsinhaber durch zurückliegende Einsätze bekannt war, dass er über Gewaltpotenzial verfügt, in Besitz einer scharfen Schusswaffe sein soll und von dieser auch Gebrauch machen könnte, wurden die Beamten des Polizeikommissariats Bad Münder vom Spezialeinsatzkommando Niedersachsen unterstützt. Der Zugriff erfolgte in den frühen Morgenstunden. Dabei wurde zur Türöffnung schweres Gerät und beim Betreten der Wohnungen Blendgranaten, sogenannte Irritationskörper, eingesetzt.

Die überraschten Wohnungsinhaber (26 und 45) wurden ohne Widerstand vorläufig festgenommen. Vier weitere Personen, die laut Polizei offenbar mit den laufenden Verfahren nicht in Verbindung stehen und sich eher zufällig in den Wohnungen befanden, wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen. Bei ihnen konnten den Angaben zufolge bei einer ersten Durchsuchung zum Teil geringe Mengen an Drogen aufgefunden werden. Bei der groben Durchsuchung der Wohnungen und Kellerräume seien an verschiedensten Stellen versteckte Betäubungsmittel aufgefunden worden. Zur weiteren intensiven Durchsuchung sollen spezielle Rauschgiftsuchhunde eingesetzt werden.

Während der Durchsuchung der beiden Wohnungen hätten sich Hinweise darauf ergeben, dass auch in den übrigen Wohnungen des Wohnhauses weitere Drogen versteckt seien. Ein Richter habe dann nachträglich die Durchsuchung dieser Wohnungen angeordnet. Um auch diese Wohnungen und zusätzliche Außenobjekte (Garagen, Schuppen) intensiv durchsuchen zu können, wurden noch weitere Durchsuchungskräfte aus der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden angefordert, die in der Bahnhofstraße die Polizei Bad Münder unterstützen werden.

In der Wohnung des 45-Jährigen sei neben Drogenverstecken auch eine Schusswaffe aufgefunden worden. Nach erster Begutachtung soll es sich dabei jedoch um eine Schreckschusswaffe handeln. Da gegen den 45-Jährigen ein Haftbefehl vorliegt, wird er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einem Haftrichter beim Amtsgericht Hannover vorgeführt.

Die Durchsuchungsmaßnahmen dauern am Freitagvormittag noch an und sollen noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach Abschluss der Durchsuchungen werde die Auswertung der aufgefundenen Substanzen und Erfassung die Ermittler noch längere Zeit beschäftigen, teilt die Polizei abschließend mit.



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