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Großeinsatz: Hunderte Pflanzen in Firmenhalle

SEK stürmt Hanfplantage - Bückeburger festgenommen

BÜCKEBURG/MEERBECK. Großeinsatz am Montag in Bückeburg und Meerbeck: Spezialeinsatzkräfte (SEK) der Polizei stürmten am frühen Morgen eine Wohnung und eine Halle. Ein Beschuldigter wurde festgenommen sowie Hunderte Marihuana-Pflanzen sichergestellt. Doch der Einsatz in Schaumburg war nicht der einzige.

veröffentlicht am 11.03.2019 um 18:39 Uhr
aktualisiert am 11.03.2019 um 21:10 Uhr

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei die Indoorplantage am Meerbecker Buchenweg sichergestellt. Foto: bab

Autor:

Raimund Cremers und Verena Gehring
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Wie die Staatsanwaltschaft in Hannover mitteilt, wurden an mehreren Orten in Niedersachsen und dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen Durchsuchungen durchgeführt – unter anderem in Bad Oeynhausen, Preußisch Oldendorf und Blasheim (Kreis Minden-Lübbecke). Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt elf Tatverdächtige, die wegen des Verdachts des professionellen Betreibens von Marihuana-Indoorplantagen in das Visier der Fahnder geraten waren.

In Bückeburg wurde die Wohnung eines Tatverdächtigen an der Röntgenstraße durchsucht. Zeitgleich stürmten die Beamten eine Halle am Meerbecker am Buchenweg – die ehemalige Firma Medizin und Technik. Dort hoben sie eine große Indoor-Plantage aus. Ob diese von dem Bückeburger betrieben wurde, ist noch unklar. Nachbarn berichten von einem lauten Knall samt Druckwelle um 6 Uhr. Anwohner seien aus dem Schlaf gerissen worden. Eine Nachbarin beobachtet, wie die SEK-Kräfte das Grundstück absuchten. Dabei habe sie auch rote Lichtpunkte gesehen. „Ich dachte erst, dass das von Laserpointern kommt. Aber ich glaube, das waren die Lichter von deren Zielgewehren.“

Die Polizisten hatten sich zuvor an der Industriestraße in Stadthagen gesammelt, bevor es an die Einsatzstellen ging. Dort besprachen sie in den frühen Morgenstunden das weitere Vorgehen.

Foto: bab

Der Einsatz am Buchenweg zog sich bis in den Nachmittag hinein hin. Etliche Polizeibullis, Lastwagen, Feuerwehrfahrzeuge und Müllcontainer säumten die Straße. In der Luft lag der süßliche Geruch von Marihuana. Immer wieder hielten Autofahrer an und erkundigten sich nach dem Grund des Einsatzes. Niemand von ihnen – auch nicht die Nachbarn – hatten eine Ahnung, in welch großem Stil dort Drogen angebaut wurde. Pflanze für Pflanze warfen die Beamten in den bestellten Müllcontainer. Währenddessen sicherten Experten Spuren.

In Bückeburg war die Polizei mit sechs Streifenwagen und Einsatzkräften der Polizeiinspektion Schaumburg-Nienburg sowie aus Hannover vor Ort. Was dort im Einzelnen gefunden wurde und ob es Festnahmen gab, ist noch offen. Auch Informationen zum Tatverdächtigen gab die zuständige Behörde in Hannover nicht raus. Nur so viel: Nach Angaben von Staatsanwalt Oliver Eisenhauer besteht der Anfangsverdacht des gewerbsmäßigen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat für den heutigen Dienstag weitere Informationen angekündigt.



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