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Von Auto erfasst – Opfer hat offenbar Schädelbruch

Schwerverletzter Radfahrer türmt aus Klinik

HAMELN. Auf dem 164er Ring hat sich am Mittwochabend ein Verkehrsunfall ereignet – ein Radfahrer zog sich dabei offenbar schwere Kopfverletzungen zu. Er soll sich bei der Kollision mit einem Auto unter anderem einen Schädelbruch zugezogen haben. In der Nacht verließ der Mann die Klinik – heimlich, still und leise. Ermittler machten sich auf die Suche nach dem Verletzten.

veröffentlicht am 17.05.2018 um 12:45 Uhr

Rettungssanitäter versorgen den Radfahrer. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Nach Angaben der Polizei soll der 48 Jahre alte Hamelner aus dem Bürgergarten gekommen und mit seinem Fahrrad auf die Straße gefahren sein – direkt vor einen Opel Astra, in dem ein Ehepaar (79, 81) aus Hameln saß. Der 81 Jahre alte Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Wagen erfasste das Fahrrad.

Spuren lassen darauf schließen, dass der Radfahrer mit großer Wucht gegen die Windschutzscheibe geprallt ist und über das Autodach geschleudert wurde. Ersthelfer, darunter ein Arzt, kümmerten sich um den Verletzten. Notfallsanitäter und Rettungsassistenten der Wachbereitschaft, die den Unfallort noch vor Eintreffen der ebenfalls alarmierten Rettungswagen der Feuerwehr und des DRK mit einem medizinisch ausgerüsteten Hilfeleistungslöschfahrzeug erreichten, übernahmen die Erstversorgung des Patienten.

Wenig später traf auch ein Notarzt-Fahrzeug aus Bodenwerder ein. Der Autofahrer habe einen Schock erlitten, sagte Oberkommissarin Blume. Nachdem der Schwerverletzte wieder zu sich gekommen war, sagte er den Rettern, er wolle nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er wurde dennoch zum Sana-Klinikum gebracht. Es besteht der Verdacht, dass der Radfahrer alkoholisiert war, als sich die Kollision ereignete. Er habe jedenfalls nach Alkohol gerochen. Deshalb wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Mit großer Wucht ist der Radfahrer auf die Windschutzscheibe geprallt. Foto: ube
  • Mit großer Wucht ist der Radfahrer auf die Windschutzscheibe geprallt. Foto: ube

In der Nacht verließ der Mann die Klinik – heimlich, still und leise. Sein Verschwinden wurde dennoch bemerkt. Die Station informierte die Polizei, da eine Behandlung zwingend erforderlich ist. Ermittler machten sich auf die Suche nach dem Verletzten. Gegen 9.30 Uhr wurde der Hamelner in seiner Wohnung angetroffen. Mit einem Rettungswagen sei das Unfallopfer abermals ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es.

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