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Drei Schwerverletzte nach Frontalzusammenstoß /Bundesstraße fast vier Stunden gesperrt

Schwerer Unfall auf B 83: Retter befreien Opfer mit Spreizer

FISCHBECK. Drei Menschen sind am Dienstagvormittag bei einem heftigen Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße 83 zwischen Fischbeck und Hessisch Oldendorf schwer verletzt worden. Der Fahrer (66) eines Wohnmobils aus Garmisch-Partenkirchen wurde in den Blechmassen eingeklemmt. Spezialisten der Feuerwehr Hessisch Oldendorf befreiten den Verletzten mithilfe eines hydraulischen Spreizers.

veröffentlicht am 26.06.2018 um 15:48 Uhr

Die Unfallstelle war mit großen und kleinen Trümmerteilen übersät. Der Motor dieses Wagens wurde viele Meter entfernt im Gebüsch gefunden. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Notärzte aus Hameln, Rinteln und Hannover sowie zahlreiche Notfallsanitäter und Rettungsassistenten der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes (eine Krankenwagen-Besatzung war auf den Unfall zugekommen) behandelten die Opfer längere Zeit in den Wracks. Ein Hubschrauber der Bundespolizei landete wenig später auf der von Polizei und Feuerwehr abgeriegelten Straße. Die Christoph-Besatzung brachte eine 24 Jahre Frau aus Hessisch Oldendorf zur Medizinischen Hochschule nach Hannover. Der Fahrer (66) eines Wohnmobils aus Garmisch-Partenkirchen wurde in den Blechmassen eingeklemmt. Spezialisten der Feuerwehr Hessisch Oldendorf befreiten den Verletzten mithilfe eines hydraulischen Spreizers. Die Ehefrau (67) des Mannes, die auf dem Beifahrersitz gesessen hatte, konnte von Rettungsteams ohne technische Hilfe aus dem Fiat Ducato geholt werden.

Die Unfallstelle war mit großen und kleinen Trümmerteilen übersät. Aus dem Camping-Mobil trat massiv und großflächig Schmieröl aus. Durch die enorme Wucht des Aufpralls war der komplette Motor aus einem Opel Corsa herausgerissen worden. Das Teil flog über die Straße und prallte auf dem abschüssigen Seitenstreifen gegen einen Baum. Die B83 musste aufwendig gereinigt werden. Zuvor sicherten Ermittler aus Hessisch Oldendorf Spuren. Unterstützung erhielten sie von einem Experten einer Spezialeinheit. Hauptkommissar Guido Krosta fertigte von einer Leiter aus photogrammetrische Vermessungsaufnahmen an. Spuren wurden mit Nummernkarten und Sprühfarbe markiert.

Die Kollision hatte sich gegen 10.15 Uhr auf freier Strecke zwischen Fischbeck und Hessisch Oldendorf ereignet. Eine junge Autofahrerin (24) aus Hessisch Oldendorf sei mit ihrem Opel Corsa in Richtung Hameln unterwegs gewesen, hieß es. „Etwa 700 Meter hinter der Anschlussstelle Hessisch Oldendorf geriet der Opel nach einem langgezogenen Rechtsbogen aus bislang noch nicht geklärter Ursache nach links auf den Gegenfahrstreifen“, sagte Hauptkommissar Jens Petersen. Dort kam es zu dem Frontalzusammenstoß mit dem entgegenkommenden Fiat-Ducato-Campingbus. Anfangs war nur die Feuerwehr Fischbeck alarmiert worden, weil Öl in Massen auslief. Wenig später stellte sich heraus, dass der Fiat-Fahrer eingeklemmt war. Die Feuerwehr Hessisch Oldendorf rückte aus; Ortsbrandmeister Kay Schönfelder übernahm die Einsatzleitung. Zunächst wurde der Schwerverletzte befreit. Parallel dazu mussten zwei Gasflaschen aus dem Wrack geborgen werden. Danach kümmerten sich die Freiwilligen, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, um eine Autobatterie, die bereits heiß geworden war. „Es bestand eine erhöhte Brandgefahr“, sagte Schönfelder. Es habe sonderbar gerochen. Ob aus der defekten Batterie Schwefelsäure-Gase entwichen sind, sei unklar, hieß es. Die Untere Wasserbehörde begutachtete später die Ölkontamination im Seitenraum. Die Bundesstraße war bis 14 Uhr voll gesperrt. Es bildeten sich in beide Richtungen Staus.

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Aus dem Camping-Mobil trat massiv und großflächig Schmieröl aus. Foto: ube


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