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Verdächtiges Fahrzeug auf Pyrmonter Straße gestoppt

„Schwere Jungs“ im Visier der Zivilfahnder

Hameln. Eine Zivilstreife der Hamelner Polizei hat am späten Donnerstagabend gegen 23 Uhr auf der Pyrmonter Straße ein verdächtiges Fahrzeug angehalten. Es war den Beamten auf der Thiewallbrücke aufgefallen. Das Team hatte den richtigen Riecher: In dem polnischen Kleintransporter saßen zwei Deutsche, die offenbar schon oft mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.

veröffentlicht am 20.05.2016 um 12:26 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:14 Uhr

Ulrich Behmann

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Der in Hannover geborene Fahrer (48) ist nach Polen ausgewandert. Er soll bereits wegen Totschlags, versuchten Mordes, schwerer räuberischer Erpressung, Tageswohnungseinbruchs, Pkw-Diebstahls und Drogendelikten in Erscheinung getreten sein. Sein Beifahrer – ein 49-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen – ist schon wegen versuchten Mordes, Diebstahls, Betrugs, Sachbeschädigung, Rauschgiftschmuggels und Drogenhandels ins Visier von Ermittlern geraten. Die Insassen verhielten sich verdächtig – sie gaben nur widerwillig ihre Personalien preis. Der Fahrer protestierte sogar und wollte sich über Notruf bei der Leitstelle beschweren. Mit der Kontrolle war der amtsbekannte Mann nicht einverstanden.

Die Sonderfahnder forderten über Funk Unterstützung an. Zwei Streifenwagen erreichten wenig später den Kontrollort mit Sirene und Blaulicht. Der Iveco-Transporter wurde durchsucht.  

Die Beamten fanden jedoch weder Diebesgut noch Drogen oder Einbruchwerkzeug. Auf der Ladefläche lagen lediglich Gerüstteile und Rohre.

Bereits im Herbst hatte die Inspektion eine Offensive gestartet und Kriminellen den Kampf angesagt (wir berichteten). Die Anzahl der Wohnungseinbrüche im Zuständigkeitsgebiet der Polizeidirektion Göttingen, zu der auch die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holminden gehören, war zu diesem Zeitpunkt sprunghaft angestiegen. Polizeipräsident Uwe Lührig sprach von einer „alarmierenden Tendenz“ und kündigte seinerzeit „deutlich verstärkte Kontrollen“ an. Schwerpunktaktionen, Gebietspatenschaften und Sonderstreifen sollen das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessern und Einbrecher abschrecken. Man wisse zwar nicht, wie viele Taten sich durch Sondermaßnahmen verhindern ließen, sagt ein Fahnder. Sinnvoll seien sie aber allemal.



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