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Schüler aus Hessisch Oldendorf stirbt an Meningitis

veröffentlicht am 05.09.2016 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Ein 15 Jahre alter Schüler der Oberschule Hessisch Oldendorf ist an einer bakteriellen Meningitis (eitrige Hirnhautentzündung) gestorben. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte der Landkreis Hameln-Pyrmont am Montag. Der Jugendliche war am Mittwochnachmittag mit grippeähnlichen Symptomen ins Sana-Klinikum eingeliefert worden. Als die Erkrankung ausbrach, machte der Junge gerade ein Betriebspraktikum. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse habe sich der klinische Verdacht auf eine Meningokokken-Meningitis ergeben, sagte Landkreis-Sprecherin Nikola Stasko. „Der Gesundheitszustand des Jungen hat sich rapide verschlechtert“. Deshalb wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Der Schwerkranke wurde nach Hannover zur Medizinischen Hochschule geflogen. Für den Patienten kam jedoch jede Hilfe zu spät – der Schüler starb am Freitag.
Dem Gesundheitsamt war der Krankheitsfall bereits am Donnerstag gemeldet worden – so wie es das Infektionsschutzgesetz vorsieht. In Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt leitete die Behörde „unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen ein, um weitere Infektionen zu verhindern und eine umfassende Prophylaxe sicherzustellen“. Noch am Donnerstag sei bei den Familienmitgliedern eine Chemoprophylaxe eingeleitet worden. Rettungsdienst-Personal und Klinik-Mitarbeitern wurde ebenfalls ein spezielles Antibiotikum verabreicht. Die Schule sei informiert und ein Merkblatt für die Eltern ausgegeben worden. „Weitere Erkrankungsfälle sind nicht aufgetreten“, hieß es. „Aufgrund der bislang ergriffenen Maßnahmen ist eine Weiterverbreitung der Meningitis sehr unwahrscheinlich.“ In Deutschland kommen Meningokokken-Erkrankungen selten vor. Pro Jahr erkranken laut Kreisbehörde etwa fünf Menschen pro eine Million Einwohner. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden im vergangenen Jahr 289 Meningokokken-Fälle (Hirnhautentzündung und Blutvergiftung) registriert. 28 Kranke überlebten nicht. Die Übertragung des Erregers erfolgt durch Tröpfchen (z.B. Anhusten). Das Ansteckungsrisiko ist „im Allgemeinen eher gering, da die Erreger gewöhnlich außerhalb des Körpers rasch absterben“. Für eine Infektion sei ein sehr enger Kontakt mit einem Erkrankten erforderlich, hieß es.
In der Oberschule fand am Montag eine Trauerstunde für den 8. Jahrgang statt. Ein Lehrer-Team habe Trost gespendet, sagte Schulleiter Ottmar Framke. „Die Schüler sind betroffen und haben ihren Gefühlen freien Lauf gelassen.“



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