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Hafenbehörde koordiniert Einsatz mit Schwimmbagger

Schiffsbergung gestaltet sich schwierig

HAMELN. Die Hafenbehörde der Stadt Hameln bereitet die Bergung des im Schutzhafen leckgeschlagenen 30 Tonnen schweren Hausboots vor. Der Plan steht, er muss nur noch in die Tat umgesetzt werden. Derzeit wird nach Bergungs- und Abbruchunternehmen, aber auch nach Schrotthändlern gesucht.

veröffentlicht am 01.02.2017 um 15:57 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 16:53 Uhr

Die Bergung des Hausboots könnte in der nächsten Woche beginnen. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Am Mittwochvormittag hatte sich Helga Auhage von der Hafenbehörde mit THW-Einsatzleiter Detlev Grabbe und dem Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts, Ralph Schwekendiek, bei einem Vor-Ort-Termin auf das weitere Vorgehen verständigt. Zwei Bergungsgruppen des THW Hameln hatten die ehemalige Kornschute bereits am Dienstagnachmittag leergepumpt und dabei ein etwa 20 Zentimeter großes Loch im Rumpf und einen zwei Meter langen Riss an einer Schweißnaht entdeckt. Von einer Schlepp-Aktion wurde deshalb Abstand genommen. Die Gefahr besteht, dass der marode Kahn auseinanderbricht. Sollte das in der Fahrrinne passieren, stünde man vor einem neuen Problem. Von der Hafendeich-Seite kann das 79 Jahre alte Boot nicht aus dem Wasser gehoben werden. Ein großer Kran könnte dort nicht aufgebaut werden – dafür gibt es nicht genug Platz.

Im ersten Schritt wird das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt mit dem Schwimmbagger „Bodenwerder“ eine Arbeitsschute an der Backbordseite des Wracks positionieren. Danach sollen die Holz- und Stahlaufbauten des ehemaligen Wohnschiffs ,Liberty‘ entfernt werden. „Wir müssen das Schiff leichtern. Daran führt kein Weg vorbei“, sagt Wasserbaumeister Schwekendiek. Die Schute könnte nach diesen Arbeiten fünf bis sechs Tonnen leichter sein. Das THW wird später erneut mit starken Lenzpumpen anrücken müssen, denn das Wohnschiff ist wieder vollgelaufen. Das Heck liegt bereits auf dem Grund des Hafenbeckens. Ist der Kahn schwimmfähig, soll er mit dem Schlepper „Werra“ oder mit Pontonfähren des THW vor das ehemalige Mühlengebäude gezogen werden. Die ganze Zeit über müssen die Lenzpumpen laufen. An der Kaimauer müsste der „Pott“ mit einem großen Kran aus dem Wasser gehievt werden.

„Wir schreiben derzeit Bergungs- und Abbruchunternehmen, aber auch Schrotthändler, an, die das Abwracken und Heben des Havaristen übernehmen sollen“, sagt Helga Auhage. In der kommenden Woche könnte die Aktion beginnen. Es wird wohl eine der kompliziertesten Schiffsbergungen, die es jemals an der Oberweser gegeben hat.

2 Bilder
Bergungsmannschaften des Technischen Hilfswerks haben am Dienstag das Wasser aus dem Hausboot gepumpt. Foto: leo


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