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Lkw-Unfall bei Harderode

Sattelzug überschlägt sich / Fahrer schwer verletzt

HARDERODE. Ein 47 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Bad Münder ist Donnerstag bei einem Unfall auf der Landesstraße 588 schwer verletzt worden. Der Mann saß am Steuer eines Sattelzuges. Der Lastwagen kam an einer Abzweigung von der Straße ab und überschlug sich. Der Verletzte wurde in eine Klinik geflogen.

veröffentlicht am 09.05.2019 um 16:02 Uhr
aktualisiert am 16.05.2019 um 12:42 Uhr

Der Sattelzug kam auf einen Grünstreifen und kippte zur Seite. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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An Kratzern und Gummispuren auf dem Asphalt konnte die Polizei rekonstruieren, wie der Landesstraße abkam, bevor er umstürzte. Mit den Rädern nach oben lag das Fahrzeug auf einem Getreidefeld. Die Ladung – offenbar Erdreich – verteilte sich daneben. Dieselkraftstoff trat aus einem Tank aus, drohte im Erdreich zu versickern.

Wie Polizeibeamte mitteilten, sei eine Frau aus dem Landkreis Holzminden gegen 12.30 Uhr mit einem Golf auf der Landesstraße unterwegs gewesen. An der Abzweigung nach Esperde habe die Frau nach links abbiegen wollen, musste jedoch wegen eines entgegenkommenden Lkw anhalten. Dessen Fahrer (60, Barcelona) soll der 55-Jährigen angezeigt haben, dass er den Golf vorbei lassen wollte. Plötzlich sei der hinter dem Golf fahrende Sattelzug links am VW vorbeigezogen, von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt, so die Polizisten. „Wie in Zeitlupe“ soll der Lkw an einer Böschung seitlich umgekippt sein, habe der Spanier den Polizisten erzählt.

Da es zunächst hieß, dass eine Person in dem Fahrzeug eingeklemmt sei, rückten Feuerwehrkräfte aus Harderode, Coppenbrügge und Bisperode aus. Den Mann mussten die Feuerwehrleute nicht aus der der Fahrerkabine befreien. „Als wir ankamen, war der Fahrer bereits außerhalb des Lkw“, sagte Thomas Leweke, der als einer der Ersten am Unfallort eintraf. Der Münderaner soll mehrfach versucht haben, zurück in die Zugmaschine zu kriechen. Unter Schock stehend wollte er offenbar Gegenstände aus dem Lkw holen, vermutet der Feuerwehrmann aus Harderode.

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Rettungshubschrauber „Christoph 4“ beim Landeanflug. Foto: fn

Ein Notarztteam versorgte den Verletzten. Für den Transport in ein Krankenhaus wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 4“ angefordert. Der Pilot brachte den Helikopter auf einem Feld zur Landung und steuerte später eine Klinik in Hannover an.

Die Feuerwehr fing mit Metallwannen auslaufenden Diesel auf und dichtete den Tankverschluss ab. Am Nachmittag rückten Bergungsfahrzeuge und ein Autokran an, um den Sattelzug auf die Straße zu ziehen. Wegen des ausgelaufenen Kraftstoffs musste Erdreich an der Unfallstelle ausgekoffert werden. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf 100 000 Euro.



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