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Parkraum-Überwacher der Stadt Bückeburg wirtschaftet in die eigene Tasche

Rund 30 000 Euro: Geld aus Parkautomaten unterschlagen

BÜCKEBURG. Ein Parkraumüberwacher der Stadt Bückeburg hat in den vergangenen vier Jahren rund 30 000 Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet. Vor etwa 14 Tagen ist der Stadt nach Überprüfungen aufgefallen, dass Geld abgezweigt wurde. Der Mann wurde sofort freigestellt und der Arbeitsvertrag aufgelöst.

veröffentlicht am 03.04.2018 um 13:57 Uhr
aktualisiert am 03.04.2018 um 16:00 Uhr

Rund 30 000 Euro hat der Parkraumüberwacher der Stadt in den vergangenen vier Jahren von den Parkautomaten im Bereich des „Obersten Hofes“ in die eigene Tasche gewirtschaftet. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Der Stadt liegt ein Schuldanerkenntnis für einen Teilbetrag vor. Sie stellte eine Strafanzeige und behält sich weitergehende zivilrechtliche Ansprüche vor. Entsprechende Informationen bestätigte Bürgermeister Reiner Brombach auf Anfrage.

Wie hoch die Schadenssumme nun tatsächlich ist, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben, so der Bürgermeister weiter. Wegen des laufenden Verfahrens wollte er zu Details keine weiteren Auskünfte geben, wie es letztendlich gelingen konnte, die Kontrollmechanismen auszuhebeln.

Wie Brombach erläuterte, ist das Geld von den Parkautomaten im Bereich der Hauptstelle der Sparkasse Schaumburg an der Bahnhofstraße abgezweigt worden, nicht von anderen Parkautomaten auf anderen Parkplätzen. Nach seinen Angaben sind die Parkflächen an der Straße „Am Rathaus“ und dem „Obersten Hof“ zum Großteil im Besitz der Sparkasse Schaumburg. Die Stadt hat für das Geldinstitut lediglich die Bewirtschaftung der Parkflächen übernommen und erhält dafür einen prozentualen Anteil der Einnahmen. Die Parkraumwächter haben nach der Leerung dieser Parkautomaten das Geld direkt bei der Sparkasse einzuzahlen, wie der Bürgermeister erklärte.

Die Einzahlungen sind nach den Worten Brombachs in der Vergangenheit zum Großteil auch erfolgt – wenn das obligatorische Vieraugenprinzip eingehalten werden konnte, also zwei Parkraumwächter gemeinsam die Parkautomaten geleert haben. Was allerdings bei Urlaub, Krankheit oder freien Tagen nicht durchgängig gewährleistet werden konnte. Der Mitarbeiter habe diese Zeiten ausgenutzt, um Parkgeld in die eigene Tasche abzuzweigen. Nach Angaben Brombachs und den Ermittlungen der Stadt sollen die Unterschlagungen seit der Neueröffnung der Sparkassen-Hauptstelle erfolgt sein. Die Hauptstelle wurde im Sommer 2014 eröffnet.

Da der Mitarbeiter geschickt vorging und und gleichhohe Beträge einzahlte, ist es den Kontrolleuren der Stadt erst vor Kurzem aufgefallen, dass Geld fehlen könnte. Wodurch, ließ der Bürgermeister offen. Der Verdacht erhärtete sich schlussendlich. Die Stadt reagierte nach Angaben Brombachs sofort.



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