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Keine Lebensgefahr nach schwererm Verkehrsunfall auf der Deisterstraße

Rollstuhlfahrer und Jugendlichem geht es bereits besser

Hameln. Auf der Deisterstraße in Hameln hat sich am Donnerstagnachmittag gegen 15.25 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Rollstuhlfahrer und ein Kind auf einem Roller wurden von einem Auto angefahren. Beide wurden in Kliniken eingeliefert und sollen sich bereits auf dem Weg der Besserung befinden.

veröffentlicht am 02.10.2015 um 07:05 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

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+++Update+++ Dem Rollstuhlfahrer (84) und dem Jugendlichen, die am Donnerstagnachmittag auf der Deisterstraße angefahren worden waren, geht es laut Polizei den Umständen entsprechend gut. Bei beiden bestünde keine Lebensgefahr. Nach einer kleineren Operation soll der Jugendliche die Klinik in wenigen Tagen schon wieder verlassen können. Im Internet hatte es bereits Gerüchte gegeben, wonach der Jugendliche gestorben sei. Dieses ist aber falsch.

 

Das war passiert

Ein Auto erfasst Fußgänger mitten auf einer Kreuzung an der Deisterstraße – nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für die Passanten ein Schock. Anwohner von Deister- und Bahnhofsstraße zeigten sofort nach dem Unfall große Betroffenheit und Hilfsbereitschaft. Ersthelfer kümmerten sich vor dem Eintreffen der Rettungskräfte um die Unfallopfer.
Ein Imbissbetreiber brachte der sichtlich mitgenommenen Toyota-Fahrerin und ihrer Beifahrerin Wasser und ein feuchtes Tuch. Während die beiden geschockten Frauen auf einer Bank saßen, zückte Dirk Linnenbrügger sein Portemonnaie und wollte den beiden einen Kaffee ausgeben. Die Frauen taten ihm leid, er wollte gern helfen, sagte er.
Bisher sei an dieser Straßenkreuzung zum Glück noch nicht viel passiert, erzählte der Imbissbetreiber. Doch es sei eine „teuflische Ecke“. Der Mann wünscht sich einen Blitzer in Höhe der Eisenbahnbrücke. „Nur so könne der oft zu schnelle Verkehr verlangsamt werden“, ist sich der Hamelner sicher.
Die Polizei ist nach dem schweren Verkehrsunfall bei ihren Ermittlungen zur Unfallursache weitergekommen. Es deutet alles darauf hin, dass die Auto-Fahrerin aus Dörentrup bei Rot über die Kreuzung gefahren war. „Nach bisheriger Darstellung befuhr der Toyota die Deisterstraße stadteinwärts und benutzte den linken von zwei stadteinwärts führenden Fahrstreifen“, sagte Polizeioberkommissar Jens Petersen. Laut Zeugenaussagen habe die 55-jährige Fahrerin aus dem Landkreis Lippe dann das Rotlicht missachten und sei auf die Kreuzung gefahren. Gleiche Aussagen haben auch Autofahrer gemacht, die auf dem rechten Fahrstreifen bei Rot an der Ampel gehalten hatten, während der Toyota auf dem linken Fahrstreifen weiterfuhr. „Einfach noch mal kurz rübergehuscht“ sei der rote Kleinwagen, berichtete ein Mittvierziger aufgebracht. Der Rollstuhlfahrer und der Jugendliche seien bei Grün über die Straße gegangen, so der Hamelner.
Als die beiden Unfallopfer von dem Toyota erfasst wurden, sollen bereits Autos
aus der Bahnhofstraße in die Deisterstraße abgebogen sein. Eines dieser Fahrzeuge wurde von umherfliegenden Trümmerteilen getroffen und beschädigt.
Auf den Straßen in der Hamelner Innenstadt bildeten sich während der Rettungsarbeiten am Donnerstagnachmittag lange Autoschlangen. Die Bundesstraße war von 15.25 Uhr über eine Stunde lang voll gesperrt. Wer sich auskannte, quälte sich mit seinem Fahrzeug durch Seitenstraßen, andere standen im Stau.

Auf der Deisterstraße sind ein Rollstuhlfahrer und Kind angefahren worden. Ein Rettungshubschrauber ist gelandet. Foto: Dana


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