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Fünf Jugendliche unter Verdacht / Feuerwehr rückt zu sieben Einsätzen aus

Riesige Rauchsäule über Hameln

HAMELN. Arbeitsreiches Wochenende für die Feuerwehr Hameln – die Männer mussten Menschen aus Notlagen retten, Feuer löschen, Öl bekämpfen und einen Marder einfangen, der sich in einer Apotheke versteckt hatte. Durchschnittlich alle zwei Stunden rückten die Feuerwehrleute der Wachschicht 1 aus. Es gab Einsätze, die dauerten nur wenige Minuten, andere zogen sich über zwei Stunden hin.

veröffentlicht am 17.06.2018 um 11:08 Uhr
aktualisiert am 17.06.2018 um 13:30 Uhr

Löscheinsatz an der Wehrberger Straße: Von dem Haufen aus Abfalltonnen, Paletten und Teppichrollen sind nur verkohlte Reste übrig geblieben. Stadtbrandmeister Markus Weber kontrolliert den Brandschutt. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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10.05 Uhr: In einer Apotheke am Bahnhofsplatz treibt ein pelziger Räuber sein Unwesen. Ein Fall für die Tierretter der Feuerwehr. Sie rücken mit Kescher und Transportbox an. Als der Marder vom Medikamentenzimmer in den Verkaufsraum flüchtet, geht er den Helfern ins Netz. 11.27 Uhr: In einer Wohnung am Buchholzkamp qualmt es. Die Lage ist unklar. Die Leitstelle schickt haupt- und ehrenamtliche Kräfte in die Südstadt. Kurz danach kann Entwarnung gegeben werden. In einem Kochtopf ist Gemüse angebrannt. 17.24 Uhr: Bei der Lebenshilfe an der Ruthenstraße aktiviert ein Rauchmelder die Brandmeldeanlage. Grund: In der Küche wird Kassler angebraten. 19.40 Uhr: Die Männer um Hauptbrandmeister Marc Zobel werden zum Schöt gerufen. „Ein Fahrzeug hat auf der Holtenser Landstraße, der Flemestraße und der Fahlte Motoröl verloren“, sagt Stadtbrandmeister Markus Weber vom Einsatzführungsdienst. Der Wagen, der die Spur gezogen hat, steht unverschlossen an der Fahlte. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen BMW. Der Fahrer ist nicht vor Ort. In Absprache mit der Wasserbehörde wird ein privates Ölbekämpfungsunternehmen angefordert. Mit 200 bar Druck und Wasser reinigen Spezialisten den Asphalt porentief. 21.38 Uhr: Über der Hamelner Nordstadt steht eine riesige pechschwarze Rauchsäule. Sie ist kilometerweit zu sehen. Die Feuerwehr muss Flammen auf einem Hinterhof bekämpfen. Der Brand ist gelegt worden. Die Täter haben einen Altpapier-Rollcontainer, eine Mülltonne, einen Einkaufswagen, mehrere Teppichrollen und Holzpaletten zu einem Haufen aufgeschichtet und angezündet. Spuren deuten darauf hin: Der Container ist extra von der Straße auf den Hof gezogen worden. Flammen und Hitze gefährden Gebäude und Garagen. Ermittler der Tatort-Gruppe und des Einsatz- und Streifendienstes sichern Spuren. Augenzeugen haben Jugendliche weglaufen sehen. Eine Fahndung, an der alle verfügbaren Streifenwagen teilnehmen, wird ausgelöst. Auf einem Spielplatz am Wehler Platz entdecken Polizisten drei Mädchen und zwei Jungen (15, 16, 16, 16, 17). Sie kommen als Zündler in Betracht. 23.42 Uhr: Medizinischer Notfall im Basbergviertel. Notarzt-Fahrzeug, Rettungswagen und Feuerwehr rücken aus. Es besteht der Verdacht, dass ein Schwerkranker in Lebensgefahr schwebt. Feuerwehrleute sollen eine Notfalltüröffnung vornehmen. Die ausgebildeten Notfallsanitäter unterstützten die Besatzung des Rettungswagens bei der Behandlung des Patienten. 0.03 Uhr: Alarm für Feuerwehr, Bootsführer, Taucher und Polizei. In Höhe der „Pluto“ treibt ein Mensch im Wasser – er kämpft ums Überleben.



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