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Kind in Not – Feuerwehr leuchtet Wiese in Groß Berkel aus – doch Hubschrauber kann nicht landen

Rettungsflug im Nebel

GROSS BERKEL / NIENSTEDT. Notärzte aus Hameln und Bad Münder haben am Wochenende zweimal Hilfe aus der Luft angefordert – in beiden Fällen mussten Patienten so schnell und so schonend wie möglich zu Spezialkliniken geflogen werden. Spektakulär war ein Rettungseinsatz in Groß Berkel – dort soll sich am Freitagabend ein Kind in einem lebensbedrohlichen Zustand befunden haben. Die Rede war von einem Akut-Notfall. Die am Flughafen Langenhagen stationierte fliegende Intensivstation „Christoph Niedersachsen“ der DRF konnte jedoch wegen des dichten Nebels nicht nach Groß Berkel fliegen.

veröffentlicht am 08.11.2020 um 12:12 Uhr

Ulrich Behmann

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Deshalb startete in Greven (Kreis Steinfurt) nahe des Flugplatzes Münster/Osnabrück ein vierköpfiges Luftrettungsteam des ADAC mit dem modernsten Rettungshubschrauber des Typs H 145 von Airbus Helikopters. Die Sicht war im Weserbergland schlecht. Die Piloten mussten sich durch Dunkelheit und Nebel kämpfen. Die Retter benötigten Unterstützung am Boden.

Um 20.50 Uhr wurde die Feuerwehr Groß Berkel über Großschleife alarmiert. Die Freiwilligen rückten mit drei Einsatzfahrzeugen und einem Schlauch-Anhänger aus, um eine Wiese am Dibbetweg/Ecke Kastanienweg auszuleuchten und den Brandschutz sicherzustellen. Dort warteten bereits die Besatzungen des Notarzt-Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr Hameln und des Rettungswagens der DRK-Wache Aerzen. Polizei und Feuerwehr sperrten die Landesstraße 432. Während die Retter den Jungen behandelten, wurde der Nebel immer dichter. Als „Christoph Westfalen“ Groß Berkel erreicht hatte, war eine Landung nicht schon mehr möglich. Die Piloten suchten nach einem anderen Landeplatz. Sie drehten mehrere Runden über Hameln, ließen schließlich die Landebefeuerung am Sana-Klinikum einschalten und steuerten den Hubschrauberlandeplatz zwischen Invalidenstraße und Weser an. Das Kind wurde mit Blaulicht und Sirene nach Hameln gebracht, dort längere Zeit von zwei Notarztteams behandelt und schließlich nach Bielefeld geflogen. Auch in Hameln wurde derweil die Sicht immer schlechter, wurde der Hubschrauber zeitweise von Nebelschwaden eingehüllt.

Am Samstag gegen 13 Uhr verunglückte eine Frau im Deister. Die Radfahrerin soll in der Nähe der Wallmannhütte gestürzt sein. Die Leitstelle Hameln schickte das Notarzt-Einsatzfahrzeug und einen Rettungswagen der DRK-Wache Bad Münder zum Unfallort. Das Rettungsteam forderte schließlich einen Hubschrauber an.

Einsatz im Nebel – Feuerwehrleute haben in Groß Berkel eine Wiese ausgeleuchtet. Foto: ube

Das an der Medizinischen Hochschule Hannover stationierte Rettungsteam des Zivilschutz-Hubschraubers „Christoph 4“ flog kurz darauf nach Nienstedt, um die Schwerverletzte zum Nordstadt-Krankenhaus zu bringen.

Streifenwagen-Besatzungen aus Bad Münder und Bad Nenndorf waren ebenfalls alarmiert worden. Sie sollten – falls erforderlich – die Rettungsflieger über Funk einweisen und zum Notfallort fahren.



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